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Wirtschaft

03. Dezember 2016 | 07:57 Uhr

Innogy-Aktie : RWE-Tochter Innogy: Größter Börsengang seit 16 Jahren

vom

Innogy kommt zum Start auf einen Wert von 20 Milliarden Euro und steigt zum wertvollsten deutschen Energiekonzern auf.

Frankfurt/Main | Der Energiekonzern RWE ist mit seiner neuen Tochtergesellschaft Innogy am Freitag erfolgreich an der Börse gestartet. Unmittelbar nach Börseneröffnung um 9 Uhr stieg der Kurs auf über 37 Euro. Die Preisspanne hatte ursprünglich bei 32 bis 36 Euro gelegen. Zum Maximalpreis kommt Innogy auf einen Gesamt-Börsenwert von 20 Milliarden Euro und steigt damit auf einen Schlag zum wertvollsten deutschen Energiekonzern auf. Der Emissionserlös soll rund fünf Milliarden Euro betragen. Es ist damit der größte Börsengang in Deutschland seit dem Chiphersteller Infineon vor mehr als 16 Jahren.

Den Energiekonzern RWE plagen seit Jahren hohe Schulden. Statt in den Wachstumsmarkt Energiewende einzusteigen, steckte RWE immer neue Milliarden in fossile Kraftwerke und sitzt heute auf unrentablen Überkapazitäten. Mit dem Börsengang seiner Ökostromtochter Innogy will RWE nun den Weg aus der Krise finden.

In der Großtochter Innogy mit 40.000 der konzernweit bisher 60.000 Mitarbeiter bündelt RWE sein Zukunftsgeschäft mit Ökostrom, Netzen und Vertrieb. Nach der Abtrennung von Innogy will sich RWE im operativen Geschäft künftig auf das von der Energiewende schwer gebeutelte Großkraftwerksgeschäft und den Energiehandel konzentrieren.

Darüber hinaus baut RWE auf hohe Dividenden von Innogy, die der Konzern etwa für seine Verpflichtungen beim Atomausstieg benötigt. Nach dem Börsengang wird RWE noch mindestens 75 Prozent der Innogy-Anteile halten. Geplant ist, dass RWE auch langfristig Mehrheitseigentümer bleibt.

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erstellt am 07.Okt.2016 | 10:50 Uhr

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