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Wirtschaft

10. Dezember 2016 | 00:17 Uhr

Keine Dividende : RWE-Hauptversammlung: Das Motzen der Ruhrgebiets-Städte

vom
Aus der Onlineredaktion

Schwere Zeiten für Energieriesen. Den Ruhrgebietsstädten unter den Aktionären fehlt die Dividende. Das sorgt für Ärger.

Essen | Bei Deutschlands zweitgrößtem Energiekonzern RWE steht am heutigen Mittwoch ab 10.00 Uhr wohl eine turbulente Hauptversammlung an. Das Management des kriselnden Stromriesen will erstmals seit knapp 60 Jahren die Dividende streichen. Vor allem die kommunalen Aktionäre des Unternehmens, die die Dividendeneinnahmen für ihre städtischen Haushalte längst eingeplant haben, sind darüber sauer. Sie denken darüber nach, dem Vorstand die Entlastung zu verweigern. Das wäre ein heftiger öffentlicher Denkzettel.

Die Stromriesen in Deutschland erleben durch die Energiewende turbulente Zeiten, weil sie übwerwiegend auf klassische Energieerzeugung gesetzt haben. Die Einnahmen versiegen, die Aktionäre müssen auf eingeplante Ausschüttungen verzichten. Im Fall RWE trifft das auch viele Kommunen. RWE und auch der Konkurrent Eon reagieren mit Aufspaltungen in einen Teil mit konventioneller Energieerzeugung und eher zukunftsträchtige Unternehmen für erneuerbare Energien.

Der Verband der kommunalen RWE-Aktionäre hält nach eigenen Angaben mehr als 15 Prozent am Grundkapital der RWE AG und ist damit mit Abstand größter Einzelkationär. Vertreten werden durch den Verband vor allem Städte an Rhein und Ruhr wie Düsseldorf, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen oder Oberhausen. Weitere Großaktionäre mit jeweils rund drei Prozent sind die Vermögensverwalter Blackrock (USA) und Modrian (Großbritannien). Darüber hinaus ist das RWE-Kapital breit gestreut.

Andere Aktionärsvertreter als die Kommunen haben bereits angekündigt, den Kurs der RWE-Spitze mitzutragen und den Vorstand zu entlasten. RWE-Chef Peter Terium will die Zukunftsbereiche des Unternehmens in eine neue Firma ausgliedern, diese an die Börse bringen und so an frisches Geld für Investitionen kommen. Das halten viele Analysten für den richtigen Weg.

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erstellt am 20.Apr.2016 | 10:33 Uhr

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