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Wirtschaft

11. Dezember 2016 | 12:57 Uhr

Kaufvertrag für angeschlagene Supermarktkette : Noch eine Geduldsprobe für die Kaiser's-Tengelmann-Beschäftigten

vom

Edeka und Rewe sollen sich am Freitag auf Vertrag über die Aufteilung der Supermarktkette einigen.

Mülheim/Berlin | Die rund 15.000 Beschäftigten von Kaiser's Tengelmann werden am Freitag noch einmal gebannt auf Neuigkeiten aus den Zentralen von Edeka und Rewe warten. Nach den vor zwei Wochen im Beisein von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) getroffenen Absprachen sollten sich die Rivalen bis zum 2. Dezember auf einen unterschriftsreifen Vertrag über die Aufteilung der Supermarktkette verständigen.

Zwei Jahre lang haben Edeka und Rewe um die Übernahme der angeschlagenen Warenhauskette Kaiser’s Tengelmann gerungen. Nach langem Hin und Her und einer Schlichtung durch Altkanzler Gerhard Schröder wurde sich über eine Aufteilung der Filialen verständigt.

Über die entscheidenden Punkte - wie die Aufteilung der Filialen und den Kaufpreis - hatten sich Edeka und Rewe bereits vor einigen Wochen geeinigt. Nach dpa-Informationen waren auch die Verhandlungen über die letzten Details zuletzt auf gutem Wege. Beide Seiten rechneten am Donnerstag nicht mehr damit, dass Hindernisse auftauchen könnten.

Bis die Kaiser's-Tengelmann-Beschäftigten endgültig aufatmen können, dürfte es allerdings noch ein paar Tage dauern. Mit einer Rücknahme der Rewe-Klage gegen die Ministererlaubnis sei in dieser Woche nicht mehr zu rechnen, erfuhr dpa von mit den Vorgängen vertrauten Personen.

Edeka hatte die Supermarktkette Kaiser's Tengelmann eigentlich komplett übernehmen wollen und dafür auch eine Ministererlaubnis erhalten. Doch Rewe gelang es mit rechtlichen Schritten, den Vollzug der Ausnahmeregelung zu stoppen. Inzwischen haben sich die Konkurrenten auf eine Aufteilung der Supermarktkette geeinigt. Rewe erhält dabei ein großes Filialpaket vor allem in Berlin.

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erstellt am 02.Dez.2016 | 10:00 Uhr

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