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Wirtschaft

08. Dezember 2016 | 09:03 Uhr

Dieselgate in Japan : Mitsubishi hat Abgastests manipuliert

vom

Auch bei Mitsubishi kam es bei Abgastests zu Unregelmäßigkeiten. Konzernchef Aikawa gestand die Manipulation am Mittwoch. Der Aktienkurs des japanischen Autobauers brach ein.

Tokio | Der japanische Autobauer Mitsubishi Motors hat Abgastests bei Kleinwagen manipuliert. Das gestand Konzernchef Tetsuro Aikawa am Mittwoch auf einer Pressekonferenz ein. Konkret geht es um Manipulationen bei der Prüfung des Benzinverbrauchs.

Im September 2015 wurden erste Abgasmanipulationen bei Volkswagen bekannt. Doch der deutsche Autobauer scheint nicht der einzige zu sein, der getrickst hat.

Betroffen seien insgesamt 625.000 Autos für den heimischen Markt. Darunter sind 468.000 Autos, die für den heimischen Konkurrenten Nissan gebaut wurden. Der Verkauf der vier Modelle wurde gestoppt. Der Vorgang kam bei einer internen Überprüfung heraus. Die Mitsubishi-Aktie war zuvor bei Bekanntwerden möglicher Betrügereien um 15,2 Prozent eingebrochen.

Bereits vor einigen Tagen hatte Spiegel Online über Tricksereien weiterer Autohersteller berichtet. Demnach haben Tests des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) verdächtig hohe Stickoxidwerte bei 56 von 58 Dieselautos offenbart - von Herstellern wie Mercedes und Opel.

Genutzt hätten die Autobauer dafür einen Trick: Sie haben ab einer bestimmten Außentemperatur die Stickoxidreinigung abschalten lassen. Die Kommission zur Untersuchung des VW-Skandals, die Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) eingesetzt hatte, hält dieses Vorgehen für illegal - die Hersteller argumentieren, die Abschaltung sei rechtens, weil sie den Motor bei tieferen Temperaturen schütze.

Das sogenannte „Thermofenster“ könnte laut Spiegel-Bericht auch die Erklärung dafür liefern, warum an kalten Tagen die Stickoxid-Grenzwerte häufig überschritten werden.

Was sind Stickoxide (NOx)?

Stickoxide sind gesundheitsschädliche Gase, die bei der Verbrennung in Dieselmotoren entstehen, aber auch aus Kraftwerken kommen. Dieselmotoren stoßen viel mehr Stickoxide aus als Benzinmotoren. Sie können beim Menschen zu Atemwegsbeschwerden führen. Auch die Umwelt wird durch den NOx-Ausstoß belastet.

Was ist Kohlenstoffdioxid (CO2)?

CO2 ist für den Menschen zunächst nicht gefährlich - doch es ist das bedeutendste Treibhausgas und trägt entsprechend zur Erderwärmung bei.

 
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erstellt am 20.Apr.2016 | 11:44 Uhr

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