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Wirtschaft

05. Dezember 2016 | 21:47 Uhr

Kinderüberraschung : Kinderarbeit für Ü-Eier? Ferrero trennt sich von rumänischem Zulieferer

vom

Ferrero konnte eigenen Angaben zufolge keine Beweise für Kinderarbeit finden. Aber schlechte hygienische Verhältnisse haben jetzt ein Nachspiel.

Frankfurt/Bukarest | Nach einem Bericht über angebliche Kinderarbeit bei der Produktion von Überraschungseiern in Rumänien hat sich der Süßwarenhersteller Ferrero von einem rumänischen Zulieferer getrennt. Dies teilte Ferrero Deutschland am Freitag in Frankfurt mit. Zwar habe man zunächst keine Hinweise auf Kinderarbeit bei der Produktion der Ü-Eier gefunden, wohl aber „Abweichungen von Ferrero-Richtlinien und -Verträgen“. Die von Ferrero eingeleiteten Untersuchungen seien noch nicht beendet.

Die britische Boulevardzeitung „The Sun“ hatte berichtet, dass in Rumänien Familien, auch mit ihren Kindern, im Auftrag des Ferrero-Zulieferers Prolegis in Heimarbeit die für Ü-Eier vorgesehenen Plastikkapseln mit Spielzeug befüllen. Die Reporter trafen unter anderem die 30-Jährige Timea Jurj, die aussagte, die Eier mit ihrem Mann Christian und den Kindern Patrick (11) und Hannah (6) zu befüllen, auch Nichte Tamara (6) half offenbar mit. Für 1000 Eier erhalte die Familie demnach 20 Rumänische Lei. Das entspricht 4,43 Euro.

Rumäniens Staatsanwaltschaft leitete daraufhin Ermittlungen wegen Verdachts auf Ausbeutung Minderjähriger ein. Auch das Thema Hygiene macht Ferrero Sorgen: „Die in dem Artikel geschilderten Hygienebedingungen entsprechen keinesfalls den strengen Qualitätsvorgaben und Ansprüchen von Ferrero“, schrieb das Unternehmen. „Die Produktion aller Überraschungseier (die Schokolade wie auch die befüllte gelbe Kapsel)“ werde normalerweise „alle 2 Stunden insbesondere hinsichtlich möglicher Keimbelastungen überprüft.“ 

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erstellt am 25.Nov.2016 | 16:09 Uhr

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