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Wirtschaft

07. Dezember 2016 | 11:34 Uhr

Vereinbarung mit den ÖBB : Fahrplanwechsel bei der Deutschen Bahn: So werden Nachtzüge künftig fahren

vom

Die Deutsche Bahn zieht sich zurück: Im neuen Konzept gibt es künftig nur noch acht Verbindungen mit Schlafwagen.

Berlin | Am 11. Dezember steht der jährliche Fahrplanwechsel bei der Bahn an. Diesmal ändert sich vor allem für Nachtfahrer viel - die Deutsche Bahn und die Österreichischen Bundesbahnen haben dazu am Freitag in Berlin ihr neues Konzept präsentiert.

Auf dem deutschen Schienennetz wird es künftig noch acht Verbindungen geben, auf denen Nachtreisezüge mit Schlafwagen unterwegs sind. Sie werden ab 11. Dezember von den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) angeboten, wie ÖBB-Vorstandschef Andreas Matthä ankündigte. Auf vier dieser Strecken können auch Autos und Motorräder mitgenommen werden.

Die angekündigte Einstellung der Nachtzüge hatte vielerorts heftige Proteste nach sich gezogen. Eine Petition von über 35.000 Bahnreisenden wollte den Beschluss kippen, doch der Nachtzug „DB City Night Line“ wird ab Mitte Dezember mit dem Fahrplanwechsel sofort eingestellt.

Fahrplan: Das neue Nachtzug-Angebot der DB und des ÖBB

Im neuen Konzept setzt die Deutsche Bahn nachts Züge mit Sitzplätzen auf diesen Strecken ein:

  • Köln - Berlin - Binz (IC)
  • Basel - Köln - Hamburg (IC)
  • Berlin - Leipzig - Stuttgart - München (IC)
  • Basel - Frankfurt - Hamburg (IC, nur an Wochenenden)

Dazu kommen drei neue ergänzende, sogenannte „Tagesrand-Verbindungen“:

  • Frankfurt - Amsterdam (ICE)
  • Leipzig - Prag (EC)
  • Ulm - München (IC)

Erhalten bleiben diese vier Nachtverbindungen der Bahn:

  • Dortmund - Frankfurt am Main - München (ICE)
  • Hamburg - Köln - Frankfurt (IC)
  • Hamburg - Kopenhagen (IC)
  • Basel/München - Frankfurt - Hamburg (ICE, nur am Wochenende)

Die Nachtzüge der ÖBB mit Schlaf- und Liegewagen werden dagegen künftig in Deutschland unter dem Namen "Nightjet" auf ihren bereits bestehenden sowie folgenden sechs neuen Strecken unterwegs sein:

  • Hamburg - Berlin - Freiburg - Basel - Zürich
  • Innsbruck - München - Hamburg (tägliche Auto- und Motorradbeförderung)
  • Innsbruck - München - Düsseldorf (dreimal wöchentlich Auto- und Motorradbeförderung)
  • München - Salzburg - Villach - Venedig
  • München - Salzburg - Villach - Florenz - Rom
  • München - Salzburg - Villach - Verona - Mailand

Hinzu kommen aus deutscher Sicht die bestehenden Nightjet-Verbindungen:

  • Wien - Hamburg (täglich Auto-/Motorradbeförderung)
  • Wien - Düsseldorf (4x wöchentlich Auto-/Motorradbeförderung)

Die Deutsche Bahn zieht sich aus dem Geschäft mit Schlaf- und Liegewagen komplett zurück. Der deutsche Konzern hatte bereits Ende 2015 bekanntgegeben, alle bisherigen Linien des klassischen Nachtzugverkehrs in diesem Dezember einzustellen. Als Grund wurden jahrelange Verluste in diesem Geschäft genannt. Die ÖBB betreibt ihre Nachtzüge mit einem vergleichsweise modernen Fuhrpark profitabel.

Unterm Strich schrumpft das Angebot mit klassischen Nachtreisezügen auf etwa die Hälfte. Die Deutsche Bahn will stattdessen mehr ICE- und IC-Züge mit Sitzplätzen angepasstem Servicekonzept für Nachtfahrten einsetzen.

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erstellt am 07.Okt.2016 | 15:07 Uhr

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