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Wirtschaft

10. Dezember 2016 | 13:52 Uhr

Nachrichtenüberblick : dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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ProSiebenSat.1 wird Partnervermittler - Übernahme von Parship Elite

Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 steigt ins Geschäft mit der Online-Partnervermittlung ein und übernimmt die Parship Elite Group. Für 100 Millionen Euro kauft ProSiebenSat.1 50 Prozent der Anteile plus eine Aktie. Mit weiteren 100 Millionen Euro würden bestehende Finanzierungen von Parship Elite abgelöst, wie ProSiebenSat.1 am Montag in München mitteilte. Die bisherigen Eigentümer der beiden Single-Börsen, Oakley Capital Private Equity II und das aktuelle Management, bleiben an Bord und halten künftig zusammen knapp unter 50 Prozent. Die Kartellbehörden müssen den Kauf noch genehmigen. ProSiebenSat.1 setzt seit längerem verstärkt aufs Digitalgeschäft, um sich unabhängiger von der TV-Werbung zu machen. Größere Zukäufe waren zuletzt das Vergleichsportal Verivox und der Online-Reiseanbieter Etraveli.

Vonovia plant Milliarden-Übernahme in Österreich

Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia will mit einem milliardenschweren Zukauf sein Geschäft weiter ausbauen. Vonovia-Chef Rolf Buch bezifferte den Wert der geplanten Übernahme einschließlich der Schulden bei einer Telefonkonferenz am Montag auf rund 2,9 Milliarden Euro. Ziel der vom Vonovia-Chef ausdrücklich als «freundlich» eingestuften Übernahmeofferte ist das Wiener Immobilienunternehmen Conwert. Das Unternehmen habe sich mit dem Management kurzfristig auf die Übernahme verständigt. Erst im Frühjahr dieses Jahres war der deutsche Immobilienriese mit dem Plan gescheitert, den Konkurrenten Deutsche Wohnen zu übernehmen und damit die Führungsrolle auf dem deutschen Immobilienmarkt auszubauen. Das Unternehmen hatte sich zuvor in einem Übernahmekampf erfolgreich gegen die Pläne gewehrt.

IW-Studie: Lohnungleichheit in Deutschland nimmt nicht weiter zu

Die Schere zwischen Arm und Reich geht in Deutschland nach einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) nicht auseinander. Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung habe die Ungleichheit der Einkommen und Vermögen in den vergangenen Jahren nicht zugenommen, sagte IW-Direktor Michael Hüther am Montag in Berlin. Maßgeblich dazu beigetragen habe die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Während die Bruttoerwerbseinkommen der unteren zehn Prozent der Vollzeitbeschäftigten den IW-Ergebnissen zufolge zwischen 2009 und 2013 um 6,6 Prozent wuchsen, legten die Einkommen der reichsten zehn Prozent im selben Zeitraum um nur 2,8 Prozent zu. Insgesamt seien die Löhne seit 2012 deutlich stärker gestiegen als die Arbeitsproduktivität.

«Freiwilliger» Abgas-Rückruf startet mit Porsche Macan

Die vom VW-Skandal angestoßenen Abgas-Nachbesserungen für bis zu 630 000 Autos auch anderer deutscher Hersteller gehen an den Start. Als ersten Schritt gab das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) die Umrüstung des Geländewagens Macan von Porsche frei, wie das Bundesverkehrsministerium am Montag in Berlin mitteilte. Ziel des Nachjustierens ist es, dass die Abgasreinigung dieser Autos bereits ab fünf Grad Celsius Außentemperatur in vollem Umfang arbeitet - und nicht wie bisher erst über 17 Grad. Dies soll auch bei allen Modellen des Typs greifen, die künftig zugelassen werden. Mit der Umrüstung des Macan, die nun anlaufen kann, beginnt ein «freiwilliger» Rückruf, den Minister Alexander Dobrindt (CSU) im April angekündigt hatte. Hintergrund sind Nachmessungen des KBA im Zuge des VW-Skandals.

Sparkassen: Schärfere Gesetze bremsen Vergabe von Immobilienkrediten

Wenige Monate nach der Verschärfung der Gesetze für Immobilienkredite verzeichnen Sparkassen einen Einbruch der Darlehens-Zusagen. «Bundesweit wurden bei allen deutschen Sparkassen im ersten Halbjahr 2016 rund 8,9 Prozent weniger Wohnungsbaukredite zugesagt als im Vorjahr», sagte Michael Breuer, Präsident des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbands, der «Rheinischen Post» (Montag). Grund sei die EU-Richtlinie für Wohnimmobilienkredite, die im März in deutsches Recht umgesetzt wurde. Diese enge die Kreditvergabe stärker ein als in anderen europäischen Ländern, sagte Breuer der Zeitung. Ein Sprecher des Sparkassendachverbands DSGV bestätigte den Rückgang. Indes habe die Zahl der vergebenen Kredite an Privatpersonen in absoluter Betrachtung zuletzt auf einem historischen Hoch gelegen.

Metro stellt Weichen für geplante Aufspaltung

Der Düsseldorfer Handelsriese Metro treibt seine angekündigte Aufspaltung voran. Der Vorstand habe nun auch offiziell die Vorbereitungen zur Teilung des Konzerns eingeleitet, teilte das Unternehmen am Montag in Düsseldorf mit. Zugestimmt habe auch der Aufsichtsrat, der zu einer außerordentlichen Sitzung zusammengekommen war. 20 Jahre nach Gründung der Metro AG soll Schluss sein mit dem Motto «Alles unter einem Dach». Künftig sollen der Großhandel und das Lebensmittelgeschäft unabhängig von der Unterhaltungselektronik in einer eigenen börsennotierten Gesellschaft agieren. Dadurch sollten neue Wachstumsperspektiven eröffnet werden, hieß es. Der Aufspaltung müssen die Aktionäre bei der nächsten Hauptversammlung noch zustimmen.

Hamburger Schiffbaumesse zeigt Innovationen im Zeichen der Krise

Die tiefen Krisen der maritimen Branchen Schiffbau, Schifffahrt und Finanzierung bestimmen auch die Leitmesse SMM in Hamburg, die am Dienstag offiziell ihre Tore öffnet. Wichtigstes Thema der Fachmesse für Schiffbau und Meerestechnik sei die Digitalisierung und Vernetzung der Schiffe und Logistikketten, hieß es in einer Veranstaltung mit führenden Branchenvertretern am Montag in Hamburg. Deutschland habe als Standort mit einer hohen Dichte an technologisch führenden Unternehmen gute Voraussetzungen, im Wettbewerb zu bestehen. Zur SMM (6.-9.9.) haben sich mehr als 2200 Aussteller aus 66 Ländern angemeldet. Es werden 50 000 Besucher erwartet.

An der Börse hält die gute Laune an

Die gute Stimmung am deutschen Aktienmarkt nach den US-Arbeitsmarktdaten vom Freitag hat auch zu Beginn der neuen Woche angehalten. Der Dax kletterte am Montagnachmittag um 0,24 Prozent auf 10 709,86 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verbesserte sich zuletzt um 0,28 Prozent auf 21 793,23 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,32 Prozent auf 1759,60 Zähler nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,20 Prozent. Der Euro notierte unverändert bei 1,1154 US-Dollar. Der Dollar kostete damit 0,8965 Euro. Am Freitag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1193 US-Dollar festgelegt. Der Dollar hatte damit 0,8934 gekostet.

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erstellt am 05.Sep.2016 | 17:10 Uhr

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