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Wirtschaft

03. Dezember 2016 | 03:31 Uhr

Nachrichtenüberblick : dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

vom

EZB: Neuer 50-Euro-Schein kommt im April 2017

Frankfurt/Main (dpa) - Die zweite Generation der Euro-Banknoten bekommt Zuwachs: Der neue 50-Euro-Schein soll vom 4. April 2017 an unters Volk gebracht werden. Bis dahin bekommen Banken und Handel Gelegenheit, Geräte und Personal auf die neuen Scheine einzustellen. Am Dienstag präsentierte die Europäische Zentralbank (EZB) die runderneuerte Banknote in Frankfurt erstmals der Öffentlichkeit. «Die neue Serie ist das gedruckte Bekenntnis des EZB-Rates zum Bargeld», sagte EZB-Direktoriumsmitglied Yves Mersch bei der Vorstellung der Banknote. «Wir sind bereits in Vorbereitungen für die nächsten Stückelungen.» Neu aufgelegt werden noch der 100- und der 200-Euro-Schein. Sie sollen bis Ende 2018 eingeführt sein. Der 500-Euro-Schein wird abgeschafft.

Kartellamt ermittelt gegen Autofirmen wegen Stahl-Einkaufspreisen

Stuttgart/Bonn (dpa) - Wegen des Verdachts auf Absprachen beim Stahleinkauf hat das Bundeskartellamt Büros von sechs Autobauern und Zulieferern durchsucht. Bereits im Juni nahmen Ermittler unter anderem Volkswagen, Daimler und BMW sowie die Zulieferer Bosch und ZF unter die Lupe, wie Sprecher der Konzerne am Dienstag bestätigten. Ein Sprecher des Bundeskartellamts sprach von einem Anfangsverdacht für einen Kartellrechtsverstoß. 50 Mitarbeiter des Kartellamts sowie zusätzliche Kräfte der Polizei und des Landeskriminalamts seien bei den Durchsuchungen dabei gewesen. Stahl ist der wichtigste Werkstoff in der Autoindustrie.

Kartellamt: Banken behindern Wettbewerb beim Bezahlen im Internet

Bonn (dpa) - Deutschlands Banken und Sparkassen behindern nach Einschätzung des Bundeskartellamts den Wettbewerb beim Bezahlen im Internet. «Die Online-Banking-Bedingungen der deutschen Kreditwirtschaft führen zu einer Behinderung von neuen und innovativen Dienstleistungsangeboten auf dem wachsenden Markt für Bezahlverfahren im Internethandel», erklärte Behördenchef Andreas Mundt am Dienstag. Im Kern geht es darum, dass Online-Banking-Kunden die Sicherheitsmerkmale PIN und TAN bei bankfremden Anbietern im Internet nicht nutzen dürfen. Die Regelung in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Kreditinstitute beschränke den Wettbewerb und verstoße gegen deutsches und europäisches Kartellrecht, erklärte die Behörde in Bonn.

Lufthansa einigt sich mit Flugbegleitern auf neues Tarifwerk

Berlin (dpa) - Die Lufthansa hat sich mit der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo auf ein neues Tarifwerk geeinigt. Beide Seiten nahmen am Dienstag eine Empfehlung des Schlichters Matthias Platzeck an, dem früheren Ministerpräsidenten von Brandenburg. Demnach werden die Vergütungen für das Kabinenpersonal zum 1. Oktober 2016 um ein Prozent erhöht und um weitere zwei Prozent zum 1. Januar 2018. Außerdem einigten sich beide Seiten auf ein neues System der betrieblichen Alters- und Übergangsversorgung. Bis zum Jahr 2021 gilt ferner eine Beschäftigungsgarantie für alle 19 000 Flugbegleiter der Lufthansa. Die Einigung beendet einen von Streiks begleiteten Tarifstreit, der drei Jahre dauerte. Der Abschluss steht noch unter dem Vorbehalt, dass ihm die Ufo-Mitglieder bis zum 10. August in einer Urabstimmung zustimmen.

Treppensturz beim Wasserholen ist im Home Office kein Arbeitsunfall

Kassel (dpa) - Wer im Home Office arbeitet und sich beim Wasserholen den Fuß bricht, kann dafür keinen Arbeitsunfall geltend machen. Das entschied das Bundessozialgericht am Dienstag in Kassel (Az: B 2 U 5/15 R). Der Arbeitgeber habe nicht das Risiko zu verantworten, wie der Lebensbereich des Arbeitnehmers gestaltet sei, hieß es zur Begründung. Im konkreten Fall wollte eine Frau vom Arbeitszimmer im Dachgeschoss in die Küche im Stock darunter laufen, auf der Treppe brach sie sich den Fuß.

German Pellets-Anleger werden nur wenig Geld wiedersehen

Schwerin (dpa) - Die Gläubiger des insolventen Brennstoffherstellers German Pellets (Wismar) werden nur wenig von ihrem Geld wiedersehen. «Momentan sieht es nicht gut aus. Viel Geld ist in den USA gelandet», sagte Insolvenzverwalterin Bettina Schmudde von der Kanzlei White & Case am Dienstag nach der ersten Gläubigerversammlung in Schwerin. Hauptzweck der nicht öffentlichen, vom Insolvenzgericht einberufenen Versammlung war es, einen Gemeinsamen Vertreter der Anleger jener Anleihe zu wählen, die als erste im April fällig gewesen wäre. Nach Angaben des Sprechers der Insolvenzverwaltung, Wolfgang Weber-Thedy, kam mit drei Viertel der Stimmen der Kölner Anwalt Daniel Vos zum Zuge. Bis zum Freitag sind Gläubigerversammlungen für die drei anderen Anlagekategorien angesetzt. Statt der erwarteten 1000 waren kaum 50 Anleger oder Anwälte erschienen. Das Gericht hat die Kongresshalle für die vier Versammlungen gemietet.

Britische Notenbank sieht Finanzrisiken und lockert Kreditregeln

London (dpa) - Nach dem Brexit-Votum sieht die britische Notenbank zahlreiche Stabilitätsrisiken für den Finanzsektor des Königreichs. Um einer möglicherweise eingeschränkten Kreditvergabe vorzubeugen, setzt die Notenbank eine wichtige Kreditregel für die Banken mit sofortiger Wirkung aus. Dies teilte die Bank of England (BoE) am Dienstag in London mit. Damit müssen die Banken bei der Darlehensvergabe insgesamt weniger Geld zur Absicherung zurücklegen. Der Chef der britischen Notenbank rechnet mit einer erheblichen Abschwächung des Wirtschaftswachstums in Großbritannien nach dem Brexit-Votum. Er sehe wachsende Anzeichen für eine Konjunkturabschwächung, sagte Mark Carney. Die Notenbank werde versuchen, die wirtschaftlichen Folgen nach dem Votum zu dämpfen.

Nach jahrelanger Flaute - deutliches Azubi-Plus im Handwerk

Berlin/Nürnberg (dpa) - Das intensive Werben um Nachwuchs im Handwerk scheint zu fruchten: Nach jahrelangem Rückgang steigt die Zahl der Ausbildungsverträge wieder deutlich. Bundesweit wurden bis Ende Mai fünf Prozent mehr Verträge unterschrieben als im Vorjahreszeitraum, wie Alexander Legowski vom Zentralverband des Deutschen Handwerks der Deutschen Presse-Agentur sagte. In Bayern steht für das erste Halbjahr 2016 sogar ein Plus von mehr als zwölf Prozent. Zuletzt waren im Handwerk immer wieder Tausende Stellen unbesetzt geblieben. 2015 gab es im Bund erstmals seit langem wieder ein Mini-Plus von 0,1 Prozent.

Studie: «Vorstandsetagen sind mehrheitlich männliche Monokulturen»

Frankfurt/Main (dpa) - Die Vorstandsetagen börsennotierter Unternehmen in Deutschland sind einer Studie zufolge nach wie vor eine Männerdomäne. Ende des ersten Halbjahres saßen 43 Frauen in den Topgremien der 160 Firmen aus Dax, MDax, SDax und TecDax. Das waren vier Managerinnen mehr als zu Jahresanfang und acht mehr als Mitte 2015, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Untersuchung des Beratungsunternehmens EY (Ernst & Young) hervorgeht. Drei von vier Vorstandsgremien der Konzerne sind allerdings nach wie vor ausschließlich mit Männern besetzt. Wenn die Zahl der Topmanagerinnen in dem Tempo steige, werde es bis zum Jahr 2038 dauern, bis ein Drittel der Vorstandsposten mit Frauen besetzt sei.

Bauern zuversichtlich für Ernte - «Preistief durchschritten»

Berlin (dpa) - Die deutschen Bauern starten dank etwas besserer Geschäftsaussichten zuversichtlich in die Ernte. Die Preise an den Getreidemärkten liegen noch unter Vorjahresniveau, haben sich aber angesichts gestiegener Exportnachfrage unerwartet stabilisiert, wie der Bauernverband am Dienstag mitteilte. Bei der Menge werden «leicht überdurchschnittliche Getreideerträge» von bis zu 48 Millionen Tonnen erwartet, das wäre knapp eine Million Tonnen weniger als im Vorjahr. Bei Raps sollen erneut fünf Millionen Tonnen geerntet werden. Für Obst und Gemüse ist es in manchen Gegenden zu kühl und zu nass. Für Getreide und Raps waren die Bedingungen in den vergangenen Monaten zweigeteilt, wie der Verband erläuterte. So war es im Osten und für manche sandige Böden in Schleswig-Holstein im Frühjahr zu trocken. Im Westen der Republik fiel dagegen vielerorts so viel Regen, dass die Traktoren nicht mehr auf die Felder fahren konnten.

Staat bekennt sich zu Finanzierung des neuen Hauptstadtflughafens

Berlin (dpa) - Der Bund sowie die Länder Berlin und Brandenburg wollen auch für mögliche weitere Mehrkosten am neuen Hauptstadtflughafen gerade stehen. Das geht aus einem Schreiben an den Haushaltsausschuss des Bundestags hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und über das zuerst der «Tagesspiegel» (Dienstag) berichtet hatte. Demnach sollen die Flughafen-Eigentümer erklären, «im Fall von Abweichungen von der Finanzplanung die Gesamtfinanzierung des Projekts sicher zu stellen». Dies sei eine Bedingung dafür, dass Bund, Berlin und Brandenburg für weitere Kredite der Flughafengesellschaft bürgen können.

Dobrindt will schnellere Planung von Verkehrsprojekten

Berlin (dpa) - Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will angesichts zusätzlicher Milliarden für Straßen und Schienen eine schnellere Planung von Bauprojekten erreichen. Eine Expertenrunde soll bis zum kommenden Frühjahr Vorschläge etwa für eine bessere Zusammenarbeit beteiligter Behörden und digitalisierte Verfahren vorlegen, wie das Ministerium am Dienstag in Berlin mitteilte. Thema soll auch sein, Naturschutzprüfungen stärker zu standardisieren. «Damit gebaut werden kann, müssen die Länder zügig für Planung und Genehmigung sorgen», sagte Dobrindt. Der Bund will seine Verkehrs-Investitionen in diesem Jahr auf 13 Milliarden Euro und bis 2018 weiter auf rund 14 Milliarden Euro steigern.

Brexit-Blues lässt Aktienkurse wieder sinken

Frankfurt/Main (dpa) - Die Brexit-Entscheidung der Briten wirft nach der Beruhigung in der vergangenen Woche wieder Schatten auf den Aktienmarkt. Der Dax weitete seine Vortagesverluste am Dienstag aus und fiel bis zum Nachmittag um 1,75 Prozent auf 9538,85 Punkte. Der MDax als Index der mittelgroßen Werte rutschte am Dienstag um 1,89 Prozent auf 19 515,22 Punkte ab, und für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 1,45 Prozent auf 1580,41 Zähler nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank ähnlich deutlich. Der Kurs des Euro stieg leicht: Die Gemeinschaftswährung notierte am frühen Nachmittag bei 1,1149 (EZB-Referenzkurs vom Vortag 1,1138) US-Dollar. Ein Dollar kostete damit 0,8969 (0,8978) Euro.

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erstellt am 05.Jul.2016 | 16:01 Uhr

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