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Wirtschaft

10. Dezember 2016 | 17:46 Uhr

„Gestern existiert nicht“ : Deutsche Bank: Panne beim Online-Banking wieder behoben

vom
Aus der Onlineredaktion

Stundenlang waren Umsätze verschwunden, Kunden beschwerten sich. Seit dem Mittag läuft es laut der Bank wieder.

Frankfurt | Die Panne im Online-Banking der Deutschen Bank ist wieder behoben. „Seit 12 Uhr sind alle fehlenden Umsatzanzeigen des gestrigen Tages auf den Girokonten im Online Banking fertig nachbearbeitet“, teilte die Bank mit. Alle Umsätze würden wieder korrekt angezeigt. Wie viele Kunden von der Panne betroffen waren, konnte ein Sprecher nicht sagen.

Kunden der Deutschen Bank fanden beim Online-Banking am Freitagmorgen falsche Zahlen und Beträge in ihren Konten. Es komme zu Verzögerungen bei der Anzeige der Girokonten-Umsätze von Donnerstag, teilte das Geldhaus mit. „Die technische Störung ist erkannt, wird behoben und die Umsätze werden im Laufe des Tages korrekt angezeigt.“

Auf Facebook kommentieren Nutzer die Panne mit Sätzen wie: „Vielleicht sollte man mal ein paar Prozesse weniger führen (müssen) und statt dessen die eigene IT sanieren.“ Das ist eine Anspielung auf die zahlreichen rechtlichen Auseinandersetzungen der Bank, wegen denen sie einen Milliardenbetrag in der Bilanz zurückgestellt hat. Unter anderem wird ihr vom US-Justizministerium vorgeworfen, mit windigen Geschäften zum Zusammenbruch des US-Häusermarkts beigetragen zu haben. Das Ministerium fordert deshalb eine Strafe von 14 Mrd. Dollar.

Durch Online-Banking statt Filialbanken sparen die Banken im Privatkundengeschäft viel Geld. Auch die Kunden haben Vorteile. Voraussetzung ist aber, dass die Kunden Vertrauen in die sichere Abwicklung haben. Vorfälle wie jetzt bei der Deutschen Bank oder zuletzt bei der Quickborner Commerzbank-Tochter Comdirect trüben dieses.

Über den Vorfall hatte zuerst das „Handelsblatt“ berichtet. „Der gestrige Tag existiert scheinbar nicht. Ich habe heute den Kontostand von vorgestern“, berichtete ein Kunde der Zeitung.

Das ist bereits die zweite Panne dieser Art bei der Deutschen Bank. Anfang Juni waren 2,9 Millionen Kunden von einer Buchungspanne betroffen. Damals wurden mehr als 13 Millionen Buchungen falsch angezeigt. Abbuchungen und Einzahlungen erschienen doppelt, bei manchen Kunden wurde ein höherer Kontostand dargestellt, andere Konten rutschten ins Minus.

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erstellt am 23.Sep.2016 | 14:55 Uhr

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