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Wirtschaft

05. Dezember 2016 | 17:35 Uhr

Drohende Rekordstrafe in den USA : Deutsche Bank: Aktie stürzt auf Rekordtief - keine Staatshilfen geplant

vom
Aus der Onlineredaktion

Die Aktie stürzt auf den tiefsten Stand ihrer Geschichte. Kapitalerhöhungen für Anleger soll es jedoch nicht geben.

Frankfurt/Main | Die Deutsche Bank kämpft um das Vertrauen der Investoren. Am Montag sackte die Aktie zeitweise um mehr als sechs Prozent auf 10,625 Euro ab und stürzte damit auf den tiefsten Stand ihrer Geschichte. Unter Anlegern verstärkte sich die Befürchtung, dass die Bank angesichts der drohenden Strafe wegen Hypothekengeschäften in den USA ihr Kapital erhöhen muss.

Der Deutschen Bank droht in den USA eine Rekordstrafe von 14 Milliarden Dollar (aktuell knapp 12,5 Mrd Euro) in den Vergleichsverhandlungen um Hypothekengeschäfte aus Zeiten vor der Finanzkrise. Die Bank ist überzeugt, die Summe noch erheblich drücken zu können. In solchen Verfahren steigen die Ermittler üblicherweise mit höheren Forderungen ein, als sie letztlich beschlossen werden.

Für neue Aufregung sorgte ein Bericht des Nachrichtenmagazins „Focus“, wonach Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) der Bank im Rechtsstreit mit den US-Behörden nicht helfen wolle - weder finanziell noch diplomatisch. „Damit ist die Aktie zum Abschuss freigegeben“, sagte ein Börsianer.

Die Deutsche Bank betonte, Vorstandschef John Cryan habe „zu keinem Zeitpunkt die Bundeskanzlerin darum gebeten, dass die Regierung im Hypothekenverfahren mit dem amerikanischen Justizministerium interveniert“. Staatshilfe sei kein Thema, erklärte ein Sprecher: „Die Deutsche Bank ist fest entschlossen, ihre Herausforderungen alleine zu lösen.“ Auch die Frage nach einer Kapitalerhöhung stelle sich „derzeit“ nicht, die Bank erfülle alle regulatorischen Vorgaben.

Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, das US-Justizministerium habe sich auch mit anderen Kreditinstituten auf Vergleichszahlungen geeinigt. „Die Bundesregierung geht davon aus, dass auch am Ende dieses Verfahrens (...) ein faires Ergebnis erzielt wird.“ Zu Spekulationen über Staatshilfe für die Deutsche Bank stellte Seibert klar: „Es gibt keinen Anlass für Spekulationen, wie sie da angestellt werden.“

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erstellt am 26.Sep.2016 | 16:06 Uhr

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