zur Navigation springen

Wirtschaft

07. Dezember 2016 | 19:32 Uhr

US-Wahl 2016 : Clinton vs. Trump an der Börse: Anleger flüchten in Gold, Peso stürzt ab

vom

Die Anleger haben zu den US-Wahlen eine klare Meinung: Sie schaden der US-Wirtschaft - und Mexiko.

Anleger haben sich am Mittwochmorgen, während der Trump-Sieg immer deutlicher wurde, für den Krisenmodus entschieden. Vor allem Gold wurde seiner klassischen Rolle als Krisenwährung gerecht. Die Feinunze (31,1 Gramm) zog auf 1326 Dollar ein Plus von vier Prozent.

Finanzmarktbewegungen sind zwar oft flüchtig. Sie zeigen aber deutlich, was internationale Investoren vom Wahlausgang halten. Protektionistische Äußerungen von Trump dürften nicht nur internationale Anleger abschrecken. Auch viele reiche Amerikaner selbst dürften ihr Geld außer Landes bringen.

Der mexikanische Peso fiel auf ein Allzeittief von 20,30 Pesos pro Dollar, ein Tagesminus von zwölf Prozent. Im Wahlkampf hatte Trump Mexiko massiv bedroht und die Errichtung eines Zauns angekündigt.

Der Euro profitierte mit einem Plus von mehr als zwei Prozent auf 1,1270 Dollar. Flexible Anleger verlassen also ihr Investments in den USA. Auch das nach dem Brexit-Votum schwache britische Pfund profitierte und legte ein Prozent gegenüber dem Dollar zu. Der Dow Jones Future, ein Terminkontrakt,der auch außerhalb der Börsenöffnungszeiten gehandelt wird, stürzte um mehr als vier Prozent ab.

Auch der Dax wird tief im roten Bereich erwartet. Der Broker IG taxierte ihn gegen sechs Uhr morgens bei einem Minus von rund fünf Prozent deutlich unter 10.000 Zählern. Das ist kein Widerspruch zur Fluchtbewegung des Geldes aus den USA. Viele Dax-Firmen sind stark international und auch in den USA engagiert und dürften unter mehr Protektionismus, wie Trump ihn ankündigte, leiden.

In Asien gab vor allem die Börse in Tokio nach. Japan ist ebenso wie Deutschland stark exportabhängig. Der Leitindex Nikkei verlor mehr als fünf Prozent.

Auch Öl ist ein guter Indikator für die erwartete Wirtschaftslage. Eine schwächere Weltwirtschaft führt zu einem geringeren Ölverbrauch. Die Notierungen für Rohöl gaben an den Terminmärkten knapp zwei Prozent nach.

zur Startseite

von
erstellt am 09.Nov.2016 | 07:47 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen