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Wirtschaft

04. Dezember 2016 | 04:54 Uhr

Krankmeldungen der Crews : Chaos bei Air Berlin und Tuifly: Flugausfälle und ein dickes „Sorry“

vom
Aus der Onlineredaktion

Mitten in den Herbstferien muss sich Deutschlands Nummer zwei bei den Kunden entschuldigen.

Berlin | Air-Berlin-Kunden müssen sich auf weiteres Ungemach einstellen. Nach dpa-Informationen aus Branchenkreisen rechnet Air Berlin mit weiteren Flugausfällen infolge kurzfristiger Krankmeldungen von Crews ihres Partners Tuifly.

 

„Air Berlin entschuldigt sich aufrichtig für die Unannehmlichkeiten, die ihren Passagieren aktuell durch Flugstreichungen und Verspätungen entstehen“, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. „Wir arbeiten mit unseren Partner Tuifly unter Hochdruck daran, um die Situation zu lösen und die Unannehmlichkeiten auf ein Minimum zu reduzieren.“ Fluggäste würden gebeten, sich im Internet über den Status ihres Fluges unter airberlin.com/flugstatus zu informieren.

Der deutsche Flugmarkt hinter dem Branchenführer Lufthansa sortiert sich derzeit neu. Die finanziell angeschlagene Air Berlin mit Großaktionär Ethihad und  Partner Tuilfly wollen und müssen enger zusammenarbeiten - die derzeitigen Ausfälle und Verspätungen in den Herbstferien kommen daher zur Unzeit. Gleichzeitig macht sich Ryanair auf und will neue Nummer zwei der Branche hierzulande werden. Anfang November wollen die Iren neue Basen in Hamburg und Nürnberg eröffnen.

In Branchenkreisen hieß es, bei Air Berlin sei man vor allem darüber ungehalten, dass die Flugausfälle viele Fluggäste unvorbereitet träfen. Air Berlin hatte am Mittwoch knapp jeden zwanzigsten Flug streichen müssen. Betroffen waren der Airline zufolge 32 von insgesamt 696 Flügen. Grund seien Crew-Engpässe bei Tuifly, die zum Teil kurzfristig gemeldet würden - ein Drittel der Tui-Flotte fliegt samt Besatzung für Air Berlin. Auch bei Tuifly wurden mehr als 20 Flüge annulliert.

Bei Tuifly wurden am Mittwoch mehr als 20 Flüge annulliert, bei Air Berlin 32.
Bei Tuifly wurden am Mittwoch mehr als 20 Flüge annulliert, bei Air Berlin 32. Foto: Peter Steffen

Bereits an den beiden Vortagen hatte es bei 30 Prozent der Tuifly-Flüge verspätete Starts gegeben, weil sich plötzlich viele Crews krank gemeldet hatten. Die kurzfristigen Krankmeldungen bei Tuifly machten es unmöglich, alle betroffenen Kunden frühzeitig zu informieren, teilte die Airline mit.

Bei Tuifly steht ein tiefgreifender Umbau bevor, die Mitarbeiter befürchten Job-Verluste. „Die massiven kurzfristigen Krankmeldungen der Kabinen- und Cockpitmitarbeiter schaden Kunden und Mitarbeitern in hohem Maße“, hieß es in einer Erklärung von Tuifly.

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erstellt am 06.Okt.2016 | 10:54 Uhr

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