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Wirtschaft

11. Dezember 2016 | 11:04 Uhr

Tourismus : Boomender Markt: Aida Cruises setzt Kreuzfahrtschiff in China ein

vom

Kreuzfahrten werden immer beliebter - auch in Asien. Die Reederei Aida Cruises reagiert darauf.

Hamburg/Rostock | Die Rostocker Kreuzfahrtreederei Aida Cruises verlegt ein Flottenschiff erstmals ganzjährig nach China - und trifft dort auf einen boomenden Markt. Die asiatischen Kreuzfahrtmärkte seien 2015 so stark gewachsen wie nie zuvor, teilte der internationale Kreuzfahrtverband Cruise Lines International Association (Clia) mit. Die Zahl der Passagiere stieg demnach um 24 Prozent auf 2,08 Millionen, knapp die Hälfte kam vom chinesischen Festland. Mehr als acht von zehn asiatischen Passagieren machten eine Kreuzfahrt innerhalb Asiens. Die Geschwindigkeit des Wachstums dort sei erstaunlich, berichtete der Verband.

Auch in Deutschland boomt die Kreuzfahrt: 2015 buchten 1,81 Millionen deutsche Kreuzfahrtpassagiere eine Schiffsreise, ein Zuwachs von 2,3 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Dieses Jahr erwartet die Branche hier ebenfalls den Sprung über die 2,0-Millionen-Schwelle. Davon profitieren Hafenstädte wie Kiel, Rostock und Hamburg.

Auf den Boom in Fernost hätten die internationalen Reedereien reagiert und speziell auf die Bedürfnisse der asiatischen Reisenden zugeschnittene Angebote entwickelt, berichtete der Verband. Bevor die 2008 in Dienst gestellte „Aidabella“ von Schanghai aus in Fahrt geht, wird sie nach Angaben der Reederei im Frühjahr 2017 in einer Werft vorbereitet und unter anderem mit asiatischen Restaurants ausgestattet.

Das Rostocker Unternehmen, das mit seinen Kreuzfahrtschiffen den Hamburger Hafen mit am häufigsten anläuft, gehört zur italienischen Costa-Gruppe. Sie ist seit 2006 im chinesischen Markt präsent. Die Angebotserweiterung um ein Aida-Schiff auf dem wachstumsstärksten Kreuzfahrt-Markt der Welt sei ein strategischer Schritt für die weitere „erfolgreiche Entwicklung von Costa und Aida“, ist Costa-Vorstandschef Michael Thamm überzeugt.

2015 fuhren 60 Hochseekreuzfahrtschiffe in Asien, 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Clia erwartete, dass im laufenden Jahr Kapazität für rund 3,2 Millionen Passagiere geschaffen wurde. Beliebtestes Reiseziel war für dieses Jahr Japan mit 1 526 geplanten Hafenanläufen, gefolgt von China (850) und Südkorea (745).

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erstellt am 14.Aug.2016 | 15:11 Uhr

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