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Deutschland & Welt

04. Dezember 2016 | 15:15 Uhr

Fluggesellschaft in der Krise : Weniger Flugzeuge, weniger Arbeitsplätze: Air Berlin will sich halbieren

vom
Aus der Onlineredaktion

Viel wird nicht mehr übrig bleiben von der Air-Berlin-Flotte, sollten die Pläne umgesetzt werden.

Berlin | Air Berlin geht es seit Jahren schlecht. Einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge zieht die Dauerkrise der noch zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft nun drastische Maßnahmen nach sich. Die Unternehmensleitung will das Luftfahrtunternehmen gesundschrumpfen und quasi halbieren.

Air Berlins wirtschaftliche Schwierigkeiten liegen unter anderem am harten Preiskampf im Luftverkehr. Auch die endlose Geschichte des unvollendeten Berliner Flughafens setzt dem Unternehmen zu.

Diskutiert wird eine Untervermietung von rund 40 Flugzeugen an die Lufthansa-Billigableger Eurowings. Air Berlin will seine Linien dann auf die Flughäfen Berlin und Düsseldorf konzentrieren. Weitere Maschinen könnten in eine gemeinsame Ferienfluggesellschaft mit der Tui-Tochter Tuifly übergehen, berichtet das Blatt am Montag unter Berufung auf Air-Berlin-Kreise. Derzeit liefen Gespräche dazu. Auch die Zahl der Arbeitsplätze in der Verwaltung soll halbiert werden, angeblich sollen schon in den nächsten Monaten 1000 seiner insgesamt 8.600 Mitarbeiter gehen. Sprecher von Tui und Air Berlin wollten den Bericht am Montag nicht kommentieren.

Allerdings hatten Tuifly-Aufsichtsratschef Henrik Homann und Geschäftsführer Jochen Büntgen in einem Brief an die Belegschaft am Freitag bestätigt, dass Tuifly „angesichts der wirtschaftlich schwierigen Situation der Air Berlin“ immer wieder mit dem Unternehmen selbst und Partnern im Gespräch sei und mögliche Kooperationen auslote. Schließlich müssten sie die wirtschaftlichen Interessen ihres Unternehmens mit insgesamt 41 Flugzeugen wahren.

Sollten die Pläne umgesetzt werden, würde Air Berlin künftig nur noch weniger als 70 Maschinen in Eigenregie betreiben. Im Juni hatte das Unternehmen bestätigt, alle eigenen Flugzeuge verkauft zu haben und nur noch zu leasen. 2008 hatten Air Berlin eine Fusion mit Tui angestrebt, was jedoch an Bedenken des Kartellamtes scheiterte.

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erstellt am 26.Sep.2016 | 10:45 Uhr

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