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US-Wahl

05. Dezember 2016 | 13:42 Uhr

„New Balance“ : In den USA brennen Sneaker – aus Protest gegen Donald Trump

vom

Der Sneaker-Produzent „New Balance“ hat sich erleichtert über das Ergebnis der US-Wahl gezeigt. Das stößt auf Kritik.

Washington | In den USA zünden die Menschen ihre Schuhe an. Damit protestieren die Fans der Sneaker-Marke New Balance gegen die Reaktion des Unternehmens auf den Wahlsieg von Donald Trump.

Der Schuhhersteller drückte nach der US-Präsidentschaftswahl seine Erleichterung über den Sieg des Republikaners Donald Trump aus. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, unterstützt New Balance den designierten neuen Präsidenten in seinem Vorhaben, das von Obama bereits ausgehandelte transpazifische Freihandelsabkommen (TPP) zwischen Teilen Amerikas und Asiens wieder zu kündigen. „Bei der Obama-Regierung stießen wir auf taube Ohren und ehrlich gesagt glauben wir, dass die Dinge mit dem künftigen Präsidenten Trump in die richtige Richtung gehen“, sagte Matthew LeBretton, PR-Chef des Unternehmens dem „Wall Street Journal“.

Nun sieht der Hersteller eines der bekanntesten Sneaker der Welt jedoch, welche schwerwiegenden Folgen politische Aussagen in den USA haben können. Die Fans der Marke posten in sozialen Netzwerken Bilder und Videos von brennenden Schuhen. Außerdem posten verärgerte Kunden Videos, wie sie ihre – augenscheinlich noch sehr neuen – Sneaker in die Mülltonne werfen.

 

Ein Nutzer schreibt zu seinem Twitter-Bild, das seine New-Balance-Sneaker in der Mülltonne zeigt: „Niemals wieder werden ich oder irgendjemand aus meiner Familie New Balance kaufen.“ Manche Nutzer wandeln den Slogan der vergangenen Trump-Prosteste „Not my President“ kurzerhand in „Not my Sneaker“ um. Ein anderer Tweet lässt sarkastisch verlauten: „Gut zu wissen New Balance. Ich habe heute Abend ein kleines Lagerfeuer gemacht.“

 

Warum unterstützt New Balance Donald Trump?

New Balance ist einer der wenigen großen Sportartikelhersteller, der seine Schuhe noch in den USA produziert. Laut Medienberichten fürchtet das Unternehmen, durch das Wegfallen von Handelsbeschränkungen für die Wareneinfuhr auf absehbare Zeit Arbeitsplätze streichen zu müssen. „Wir haben einen anderen Blick auf den Welthandel - wir wollen mehr Schuhe in den USA herstellen, nicht weniger“, bezog das Unternehmen Stellung auf die Proteste in den sozialen Netzwerken.

 

Im Unterschied zu New Balance begrüßt Nike, einer der größten Konkurrenten von New Balance, das Handelsabkommen TPP. Das Unternehmen lässt seine Schuhe im Ausland produzieren.

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erstellt am 11.Nov.2016 | 13:31 Uhr

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