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Theater

05. Dezember 2016 | 15:38 Uhr

Theater : Theater im Ruhrgebiet bilden Netzwerk

vom

Im Ruhrgebiet findet man alle paar Kilometer ein Theater. Nun haben die Bühnen ein Netzwerk gebildet, um sich zusammen besser zu vermarkten.

Elf öffentliche Bühnen in neun Städten des Ruhrgebiets haben sich zu dem neuen Netzwerk RuhrBühnen zusammengeschlossen. Damit wollen sie sich städteübergreifend stärker positionieren und einer größeren Zielgruppe Orientierung im facettenreichen Programm der Bühnen im Revier geben.

Den Anfang macht eine gemeinsame Website, auf der die Spielpläne aller elf beteiligten Musik-, Tanz- und Sprechtheater zu finden sind. Denkbar sei in Zukunft aber zum Beispiel auch ein «Ruhrgebiets-Abo» für Aufführungen verschiedener Bühnen, sagte der RuhrBühnen-Sprecher und Intendant des Theaters Oberhausen, Peter Carp, am Mittwoch, der dpa.

Vorbild der RuhrBühnen ist der Zusammenschluss von 20 Museen zum Verbund RuhrKunstMuseen. «Das Ruhrgebiet mit 5,1 Millionen Einwohnern muss man als große Metropole denken», sagte Carp. Das neue Netzwerk bestehe aus ganz unterschiedlichen Theatern, «die alle eine starke eigene Handschrift haben». Jede Bühne bleibe in ihrer künstlerischen Planung komplett unabhängig und behalte auch ihren eigenen Werbeauftritt. Die Marke und das Logo der RuhrBühnen komme lediglich dazu.

Der neue Bühnenverbund dient nach Worten Carps aber auch der «kulturellen Standortsicherung». Angesichts andauernder Spardebatten in den klammen Ruhrgebietsstädten wollen die RuhrBühnen gemeinsam kämpfen und die Politik aufrütteln.

Auch mit der Ruhrtriennale, dem immer im Spätsommer laufenden Musik-, Tanz- und Theaterfestival, wollen die RuhrBühnen kooperieren. So soll im kommenden Jahr zum Ende der renommierten Ruhrtriennale symbolisch die Staffel an die Ruhrgebietstheater übergeben werden.

Zu dem neuen Netzwerk gehören das Schauspielhaus Bochum, das Theater Dortmund, der Duisburger Standort der Deutschen Oper am Rhein, das Tanztheater PACT Zollverein Essen, Theater und Philharmonie Essen, das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, das Theater Hagen, das Schlosstheater Moers, der Ringlokschuppen und das Theater an der Ruhr in Mülheim sowie das Theater Oberhausen.

Die beiden Kulturnetzwerke RuhrBühnen und RuhrKunstmuseen werden vom Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und dem Land Nordrhein-Westfalen drei Jahre lang mit insgesamt 1,9 Millionen Euro gefördert.

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erstellt am 31.Aug.2016 | 13:25 Uhr

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