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Theater

08. Dezember 2016 | 15:33 Uhr

Festspiele : Salzburger Festspiele: Was gar nicht geht

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 Die Sitten sind locker geworden, auch bei den exklusiven Salzburger Festspielen. Doch ein paar Dinge sollte man tunlichst unterlassen.

Roter Teppich: Der rote Teppich vor dem Festspielhaus oder der Felsenreitschule ist bei großen Premieren für die Berühmtheiten reserviert und für die sie umschwärmenden Paparazzi. Das Fußvolk muss sich durch die Seitentüren drängen. Merke: Am Rande des Teppichs zu stehen und Promis oder Möchtegerns zu beobachten, macht auch Spaß.

Wiener Würstchen: Wer an einem der zahlreichen Salzburger Würstlstände ein paar «Wiener» verlangt, riskiert pikierte Blicke. «Wiener» heißen in Österreich «Frankfurter», wahlweise mit scharfem oder süßem Senf oder, noch besser, frisch gehobeltem Kren (Meerrettich). Merke: Wiener sind in Österreich außerhalb von Wien nicht sonderlich beliebt.

Kurze Hosen: Obwohl die Kleiderordnung bei den Salzburger Festspielen nicht mehr besonders rigide ist, sollte man sich nicht mit kurzen Hosen im Festspielhaus blicken lassen. Ausnahme: kurze Krachlederne plus Wadlstrümpfe und Haferlschuhe. Merke: Tracht geht immer.

Helga Rabl-Stadler: Die Dame ist die Präsidentin der Salzburger Festspiele, ein eminent wichtiges Amt im Titel-verliebten Österreich. Richtige Anrede: «Frau Präsidentin». «Frau Doktor» geht auch, denn Rabl-Stadler ist promovierte Juristin. Merke: Nicht jeder Doktor in Österreich ist auch einer.

Netrebko hinterherrufen: Während der Festspielzeit kann man häufig Weltstars auf der Straße sehen. Entzückte Ausrufe wie «Oh, die Netrebko» ziemen sich nicht, ebenso das Ansinnen, ein Erinnerungsfoto mit den betreffenden Herrschaften zu schießen. Merke: Auch Promis wollen mal ungestört shoppen.

Merkel anpusten: Wer bei Premieren eine Karte im sündteuren Parterre des Festspielhauses ergattert hat, kann mit etwas Glück in unmittelbarer Nähe von Kanzlerin Angela Merkel und ihrem Gatten Joachim Sauer zu sitzen kommen. Wer dabei auf die Idee verfällt, die Kanzlerin von hinten anzupusten, muss damit rechnen, Ärger mit ihren Sicherheitsleuten zu bekommen. Merke: Kanzlerinnen sind tabu.

Website Salzburger Festspiele

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erstellt am 20.Jul.2016 | 17:27 Uhr

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