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Deutschland & Welt

06. Dezember 2016 | 11:10 Uhr

Bundesgerichtshof : Syrer aus Berlin in Haft - aber nicht wegen Terrorverdacht

vom

Der 27-jährige mutmaßliche IS-Mann bleibt in Untersuchungshaft. Jetzt spricht sein Anwalt.

Berlin | Der Bundesgerichtshof hat den beantragten Haftbefehl wegen Terrorverdachts gegen den in Berlin gefassten mutmaßlichen IS-Mann nach Angaben seines Anwalts verweigert. Der 27-Jährige bleibe aber auf Grund eines Haftbefehls des Amtsgerichts wegen Urkundenfälschung in Untersuchungshaft.

Das berichtet „Spiegel Online“ am Freitagmorgen. Der Nachrichtenwebseite liegen Aussagen des Pflichtverteidigers Jonathan Burmeister vor. Demnach habe die Polizei, nachdem der Haftbefehl nicht erlassen wurde, den Syrer einem Amtsrichter vorgeführt, der Haftbefehl wegen Urkundenfälschung erlassen habe.

Laut Burmeister habe sein Mandant sofort gestanden, einen falschen Pass benutzt zu haben. Seine Papiere seien in Aleppo verbrannt. Da für ein solches Vergehen normalerweise kein Haftbefehl erlassen wird, hält der Anwalt die Haftgründe für vorgeschoben.

Ein offizielle Bestätigung vom BGH gibt es bislang nicht. Der 27-Jährige war am Mittwochabend in Berlin unter Terrorverdacht festgenommen worden. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe verdächtigt ihn, Mitglied der Terrormiliz „Islamischer Staat“ zu sein.

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erstellt am 04.Nov.2016 | 10:56 Uhr

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