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Politik

07. Dezember 2016 | 19:16 Uhr

Zeitung in der Türkei : Wieder Festnahme – dieses Mal „Cumhuriyet“-Chef Akin Atalay

vom

In der Türkei wurde der Vorsitzende der regierungskritischen Zeitung „Cumhuriyet“ festgenommen. Er kam aus Berlin.

Istanbul | Der Vorstandsvorsitzende der regierungskritischen türkischen Zeitung „Cumhuriyet“ ist am Istanbuler Atatürk Flughafen festgenommen worden. Akin Atalay habe sich im Ausland aufgehalten und sei am Freitag bei seiner Einreise in Gewahrsam genommen worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu. Ihm werde unter anderem die Unterstützung einer Terrororganisation vorgeworfen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur DHA kam Atalay gerade aus Berlin.

Die Türkei wandelt sich unter dem Deckmantel des Ausnahmezustands zur Terrorbekämpfung zu einer Dikatur. Das harte Vorgehen gegen Regimekritiker könnte den bestehenden  inneren Konflikt des Landes weiter verschärfen und es ins Chaos stürzen. Für den Westen fällt damit ein wichtiger Verhandlungspartner und Bindeglied zum Nahen Osten weg.

Erst am Montag vergangener Woche waren mehrere Mitarbeiter der „Cumhuriyet“ wegen Terrorverdachts festgenommen worden, darunter der Chefredakteur Murat Sabuncu. Nach Angaben von Anadolu sollte auch Atalay festgenommen werden, der sich jedoch zu dem Zeitpunkt im Ausland aufhielt. Inzwischen wurde Haftbefehl gegen Sabuncu und acht weitere „Cumhuriyet“-Journalisten erlassen.

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