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Politik

10. Dezember 2016 | 13:44 Uhr

US-Präsidentschaftswahl 2016 : Wahlparty, Vorträge, Infos: So verfolgen SH und HH die US-Wahl

vom
Aus der Onlineredaktion

Wer wird bei der US-Wahl das Rennen machen? Donald Trump oder Hillary Clinton? Diese Frage verfolgen auch viele Menschen im Norden mit Spannung.

Hamburg/Kiel | Der Kampf ums Weiße Haus in den Vereinigten Staaten bewegt auch die Menschen im Norden Deutschlands. Das US-Generalkonsulat in Hamburg lädt am 8. November zusammen mit dem Amerikazentrum und der Bucerius Law School zu einer großen Wahlparty. Die Landeszentrale für Politische Bildung in der Hansestadt verzeichnet zahlreiche Anfragen nach Informationsmaterial. Bei Vorträgen und Diskussionen tauschen sich Interessierte über die sehr unterschiedlichen Kandidaten Hillary Clinton und Donald Trump aus.

Mehr als 3500 US-Amerikaner leben in Hamburg, in Schleswig-Holstein sind es mehr als 2000. Viele von ihnen sind in den USA wahlberechtigt. Die Entwicklungen rund um die US-Wahl verfolgen sie mit besonderem Interesse.

In der Bucerius Law School wollen am Wahlabend (ab 21 Uhr) mehr als 600 geladene Gäste gemeinsam dem Ausgang der US-Präsidentschaftswahl entgegenfiebern. Live-Berichterstattung amerikanischer Sender, Expertenvorträge, Musik und ein Cheerleading-Team sollen die Wartezeit auf die ersten Ergebnisse aus den Vereinigten Staaten verkürzen, kündigte ein Sprecher der Bucerius Law School an. Flaggen, amerikanische Snacks und ein Food Truck würden für eine „authentische Atmosphäre“ sorgen.

Hamburgs Ballett-Intendant John Neumeier hat bereits per Briefwahl bei der US-Präsidentschaftswahl für die Demokratin Hillary Clinton gestimmt. „Ich habe von Anfang an alle Debatten zur Nominierung der Präsidentschaftskandidaten und zuletzt die Fernsehduelle mit großem Interesse beobachtet“, sagte der 74-Jährige. „Es ist für mich vollkommen klar, dass es nur einen qualifizierten Kandidaten gibt.“

Ökonom Dennis Snower befürchtet nach der Präsidentenwahl in den USA negative Folgen für die Welt. „Sowohl unter Donald Trump als auch unter Hillary Clinton werden sich die USA wirtschaftlich und sicherheitspolitisch wohl stärker isolieren“, sagte der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft. Dies werde die wirtschaftlichen Aktivitäten tendenziell dämpfen und Sicherheitsrisiken für den Rest der Welt steigen lassen. „Dieses Risiko ist unter Donald Trump nochmal deutlich höher als unter Hillary Clinton“, sagte Snower, der amerikanischer Staatsbürger ist.

Der Historiker Philipp Wendler von der Universität Hamburg hielt kürzlich bei der Staatspolitischen Gesellschaft einen Vortrag über den Wahlkampf in den USA unter dem Titel „Irrsinn oder Demokratie?“ In der anschließenden Diskussion habe sich gezeigt: „Die meisten Leute sind fassungslos über den Wahlkampf, der im Moment in den USA geführt wird“, erklärte Wendler. Die Sorge der Teilnehmer vor einer möglichen Präsidentschaft des Republikaners Trump sei groß gewesen.

Auch das Amerikazentrum in der Hamburger Hafencity bietet nach Auskunft eines Verantwortlichen bereits seit Monaten immer wieder Vorträge und Diskussionen zu der Wahl an. In den Laden der Landeszentrale für Politische Bildung in Hamburg kommen viele Kunden, die nach Informationsmaterial zur US-Wahl fragen. „Sie sind sehr neugierig“, sagt die Leiterin der Landeszentrale, Sabine Bamberger-Stemmann. Es sei bei den Kunden aber keine große Aufregung zu spüren, lautet ihre Einschätzung kurz vor der Entscheidung.

In Schleswig-Holstein kann die Wahl in den USA in der Mensa 1 der Uni Kiel verfolgt werden. Die Wahl-Nacht 2016 startet am 8. November um 22 Uhr mit Live-Übertragung und Rahmenprogramm.

Veranstaltungen der Amerika-Gesellschaft in Kiel:

  • 27. Oktober 2016, 19 Uhr: Trump versus Clinton: Thinking about the Unthinkable: What Happens if (S)he Wins?
  • 9. November 2016, 10 Uhr: Wahlfrühstück mit Live-Berichterstattung (max. 30 Teilnehmer)
  • 10. November 2016, 19 Uhr: Amerika nach der Wahl
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erstellt am 25.Okt.2016 | 18:24 Uhr

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