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Politik

10. Dezember 2016 | 04:08 Uhr

Drei Swing States : US-Wahl gehackt? Computerexperten zweifeln an Donald Trumps Sieg

vom

Es geht Wahlmaschinen in Wisconsin, Michigan und Pennsylvania. Der Rat: Hillary Clinton soll das Ergebnis anfechten.

Washington | Eine Gruppe prominenter Computerexperten und Wahlrechtsanwälte will die Demokratin Hillary Clinton dazu drängen, eine Neuauszählung der Stimmen in drei US-Bundesstaaten zu fordern. Die Ergebnisse der unterlegenen Präsidentschaftskandidatin in den Swing States Wisconsin, Michigan und Pennsylvania wichen auffällig ab, berichtet das „New York Magazine“ unter Berufung auf eine Gruppe von Aktivisten. Die Gruppe ist bisher nicht an die Öffentlichkeit getreten, dem Bericht zufolge will sie zunächst Clinton und ihr Umfeld überzeugen.

Das Ergebnis der Wahl war knapp - und Donald Trump polarisiert weiter. Seit Trumps Triumpf demonstrieren in größeren Städten der USA Menschen gegen den künftigen Präsidenten. Rassismus und Frauenfeindlichkeit prägten seinen Wahlkampf.

Es gebe ein Muster überzeugender Anhaltspunkte dafür, dass diese Ergebnisse manipuliert oder gehackt worden sein könnten. Das mache eine unabhängige Überprüfung nötig. Beweise habe man aber noch keine. Unter den Aktivisten sind der Wahlrechstanwalt John Bonifaz und J. Alex Halderman, der Direktor des Center for Computer Security and Society an der Universität von Michigan. Halderman hat inzwischen einen Blogbeitrag auf medium.com über seine Sicht der Dinge veröffentlicht und führt ein Szenario aus, nach dem russische Hacker die Wahl manipuliert haben könnten. „Amerikas Wahlmaschinen haben ernste Probleme mit der Cybersicherheit“, schreibt Halderman. „Es ist egal, ob die Wahlmaschinen mit dem Internet verbunden sind.“ Die Abstimmung auf Papier sei die sicherste Möglichkeit, eine Wahl abzuhalten.

Die Ergebnisse in den drei Staaten sind sehr knapp. In Wisconsin habe Clinton der Gruppe zufolge in Bezirken mit elektronischer Stimmabgabe sieben Prozent weniger Stimmen erhalten als in Bezirken, die andere Wahlmethoden verwenden. Das summiere sich auf 30.000 Stimmen. Clinton verlor den Staat mit 27.000 Stimmen.

Der Bundesstaat Michigan (16 Wahlleute) ist nach wie vor nicht zu Ende ausgezählt, Trump liegt hier 0,3 Prozentpunkte vorne. In Wisconsin holte Donald Trump zehn Wahlleute und in Pennsylvania 20.

Hier hatte er etwa einen Prozentpunkt Vorsprung. Er überschritt damit für viele völlig überraschend die nötige Zahl von 270 Wahlleuten und ist designierter US-Präsident. Im „Electoral College“, der Gruppe der Wahlleute, liegt er bei 290 und Clinton bei 232.

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erstellt am 23.Nov.2016 | 17:26 Uhr

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