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Konflikt mit Kim Jong Un : US-Vizepräsident Mike Pence warnt Nordkorea vor Angriff

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Der Konflikt mit Nordkorea wird zum Kräftemessen. Kim sorgt für Raketentests, Trump rückt die Flotte vor.

Seoul | US-Vizepräsident Mike Pence hat Nordkorea im Streit um dessen Raketen- und Atomprogramm vor einem Angriff gewarnt. Nordkorea tue gut daran, die Entschlossenheit von US-Präsident Donald Trump oder die Stärke der US-Streitkräfte nicht zu testen, sagte Pence am Montag nach einem Treffen mit Südkoreas kommissarischem Präsidenten Hwang Kyo Ahn in Seoul.

US-Präsident Trump betont, dass die USA notfalls auch im Alleingang gegen Nordkorea vorgehen würden. Als Demonstration militärischer Stärke hatte Trump einen Flottenverband mit dem US-Flugzeugträger „USS Carl Vinson“ entsandt.

Die USA und ihre Alliierten würden jeden Angriff unter Einsatz „konventioneller oder atomarer Waffen mit einer überwältigenden und effektiven Antwort“ zurückschlagen. Kurz vor der Ankunft von Pence in Südkorea am Sonntag hatte Nordkorea erneut eine Rakete abgefeuert. Der Test erfolgte nur einen Tag nach den Feiern zum 105. Geburtstag des Staatsgründers Kim Il Sung, zu dem am Samstag eine große Militärparade mit tausenden Soldaten, Raketen, Panzern und anderen Militärfahrzeugen durch die Hauptstadt Pjöngjang gezogen war. UN-Resolutionen untersagen Nordkorea den Abschuss ballistischer Raketen.

Nordkoreas Staatsoberhaupt Kim Jong Un winkt den Menschen während der Militärparade zu.

Nordkoreas Staatsoberhaupt Kim Jong Un winkt den Menschen während der Militärparade zu.

Foto: dpa
 

Nach Angaben des US-Militärs scheiterte der Raketentest allerdings. Der US-Vizepräsident will während seines Seoul-Besuchs vor dem Hintergrund der verschärften Spannungen um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm die Solidarität der USA mit dem südkoreanischen Verbündeten bekunden. Am Montagmorgen besuchte er einen US-Militärstützpunkt an der entmilitarisierten Zone im Grenzgebiet zu Nordkorea. Weitere Stationen seiner ersten offiziellen Reise in die Asien-Pazifik-Region werden vom Dienstag an Japan, Indonesien und Australien sein. 

Pence sagte, er verbinde mit der entmilitarisierten Zone auch eine persönliche Geschichte. Sein Vater, Edward Pence, habe mit den südkoreanischen Truppen im Koreakrieg (1950-53) gekämpft. Pence besuchte unter anderem das sogenannte Friedensdorf Panmunjeom sowie den ehemaligen UN-Militärstützpunkt Camp Bonifas, der sich nur rund 2400 Meter südlich der entmilitarisierten Zone der beiden verfeindeten Länder befindet.

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erstellt am 17.Apr.2017 | 11:44 Uhr

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