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Politik

11. Dezember 2016 | 03:17 Uhr

Republikaner gespalten : Trump spricht nach Sex-Vorwürfen von «manipulierter Wahl»

vom

Die Sex-Vorwürfe gegen Donald Trump reißen nicht ab. Nun hat der republikanische Präsidentschaftskandidat seinen Rundumschlag gegen seine Rivalin Hillary Clinton, die Medien und seine Anklägerinnen fortgesetzt - und spricht von einer «manipulierten Wahl».

Nach den jüngsten Sex-Vorwürfen mehrerer Frauen hat der US-Republikaner Donald Trump seinen Rundumschlag gegen seine Rivalin Hillary Clinton, die Medien und seine Anklägerinnen fortgesetzt.

« Diese Wahl wird von den Medien manipuliert, die falsche Vorwürfe und totale Lügen verbreiten, damit die betrügerische Hillary gewählt wird», schrieb Trump auf Twitter. Dabei gehöre Clinton ins Gefängnis, erklärte der Präsidentschaftskandidat mit Blick auf die E-Mail-Affäre um die Demokratin weiter.

In den vergangenen Tagen haben acht Frauen Trump öffentlich beschuldigt, sie früher ungefragt geküsst oder begrapscht zu haben. Der Multimilliardär bezeichnete seine Anklägerinnen als «schrecklich», «krank» und «Schwindlerinnen» und gab zu verstehen, dass mindestens zwei von ihnen nicht attraktiv genug seien, um überhaupt seine Aufmerksamkeit zu erregen.

Erst am Freitag erhob eine weitere Frau schwere Vorwürfe. Summer Zervos, eine Teilnehmerin an Trumps Fernsehshow «The Apprentice», erklärte, er habe sie mit sexuellen Absichten in einen Bungalow gelockt - sie habe ihn nur mit Mühe von sich fernhalten können, er habe sie gegen ihren Willen auf den Mund geküsst.

Die Sex-Vorwürfe heizen den Streit unter den US-Republikanern an und spalten die Partei zusehends. Der ranghöchste Parteipolitiker, der Vorsitzende des Repräsentantenhauses Paul Ryan, hielt am Freitag eine Wahlkampfrede, in der er komplett auf die Nennung des Präsidentschaftskandidaten Trump verzichtete. Ryan konzentrierte sich vollkommen auf Fortschritte im Rennen um Sitze im Senat und im Abgeordnetenhaus. Zum Präsidentschaftswahlkampf machte er keinen Aussagen.

Ryan hatte am Montag erklärt, er werde Trump nicht mehr unterstützen. Zuvor war ein Video aufgetaucht, in dem obszöne Äußerungen Trumps zu hören sind.

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erstellt am 15.Okt.2016 | 15:57 Uhr

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