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Politik

09. Dezember 2016 | 08:48 Uhr

Nachfolge von David Cameron in Großbritannien : Theresa May ist neue Premierministerin - schon ab Mittwoch

vom
Aus der Onlineredaktion

David Cameron tritt bereits am Mittwoch zurück - und macht den Weg frei für Theresa May.

London | Das ging schneller als gedacht: Der britische Premierminister David Cameron tritt am Mittwoch zurück. Dann werde Innenministerin Theresa May das Amt übernehmen, kündigte er am Montag in London an. 

Nach dem Brexit-Votum steckt Großbritannien in einer Krise. David Cameron tritt zurück, sein vermeintlicher Nachfolger Boris Johnson kneift.

Die britische Energie-Staatssekretärin Andrea Leadsom war nicht zur Wahl um die Nachfolge von David Cameron angetreten, wie die Abgeordnete am Montag angekündigt hatte.

Mit Theresa May steht jedoch erstmals seit dem Rücktritt von Margaret Thatcher 1990 wieder eine Frau vor dem Einzug in Downing Street 10. Und offenbar will Theresa May vermeiden, in anderer Hinsicht als die neue „Eiserne Lady“ anzutreten.

Gerade erst startete sie ihre Kampagne um die Wahl zur neuen Premierministerin in Birmingham - und fiel dabei vor allem durch arbeitnehmerfreundliche Äußerungen auf. So schwor May, die Konservative Partei in den „Dienst“ der arbeitenden Menschen zu setzen und so Arbeiter in die Vorstände großer Unternehmen zu bringen. Das berichtet unter anderem die BBC.

May sagte, die Politik erkenne oft nicht, wie hart das Leben für die Arbeiterfamilien sei. Und sie nannte weitere gesellschaftliche Ungerechtigkeiten, berichtet auch die Birmingham Mail: So beklagte May, dass die Justiz schwarze Menschen härter bestrafe als weiße und dass Top-Berufe mit dem Besuch einer privaten Schule leichter zu erreichen wären als mit dem Besuch einer staatlichen.

Theresa May hatte sich erst nach einigem Zögern auf die Anti-Brexit-Seite gestellt. Über sich selbst redet May - verheiratet, kinderlos und immer wieder wegen ihres extravaganten Schuhgeschmacks, mal pink, mal Animal-Print, in den Schlagzeilen - nur wenig. Mitarbeiter beschreiben sie als diszipliniert und kompetent, freundlich, aber nicht unbedingt zum Smalltalk neigend. Sie studierte in Oxford (wie Thatcher und Noch-Premier Cameron), arbeitete für die englische Notenbank und stieg in die Lokalpolitik ein, noch bevor sie 30 wurde.

David Cameron hatte seinen Rücktritt nach dem Brexit-Referendum in Großbritannien angekündigt.

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erstellt am 11.Jul.2016 | 17:08 Uhr

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