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Politik

04. Dezember 2016 | 07:10 Uhr

Grossbritannien nach dem Brexit : Theresa May ist jetzt ganz offiziell neue Premierministerin

vom

Die Queen hat ihr ihren Segen gegeben: Nun muss Theresa May die Amtsgeschäfte aufnehmen. Keine leichte Aufgabe.

London | Jetzt ist es amtlich: Die konservative Politikerin Theresa May ist von Königin Elizabeth II. zur neuen britischen Premierministerin ernannt worden. Das berichtete die britische Agentur PA. May traf die Queen am Mittwochabend im Buckingham-Palast. Kurz zuvor hatte ihr Amtsvorgänger David Cameron der Queen seinen Rücktritt erklärt.

Die Amtszeit von Theresa May wird keine leichte. Großbritannien ist nach der Brexit-Entscheidung gespalten: Die eine Hälfte der Bevölkerung will in der EU bleiben, die andere nicht. Auch innerhalb ihrer Partei, den Tories, sind beide Lager vertreten. Die neue Premierministerin wird deshalb als Versöhnerin gebraucht.

Die Regierung bleibt mit May weiterhin in den Händen der Konservativen. Cameron gibt sein Amt nach der schweren Niederlage beim Brexit-Referendum vom 23. Juni auf. 52 Prozent der Wähler hatten sich für Austritt aus der EU entschieden.

May muss in Brüssel den Austritt aus der EU verhandeln. Außerdem gilt es, negative Folgen die Wirtschaft durch das Brexit-Votum zu mildern. May ist die zweite Frau an der Regierungsspitze nach Margaret Thatcher.

In London wurde erwartet, dass May bereits in den nächsten Tagen Minister ernennt. Britische Medien erwarten, dass die Zahl der Frauen in der Regierung deutlichen steigen dürfte. Baldige Neuwahlen schließt May allerdings aus, hieß es in ihrer Umgebung. 

Merkel und May wollen bald reden

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) freut sich auf die Zusammenarbeit mit May. Sie werde bald mit ihr in Kontakt treten, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Auf die Frage, welche Erwartungen die Kanzlerin an die Verhandlungen von May mit der Europäischen Union über den Ausstieg Großbritanniens aus der EU habe, sagte er: „Nun wollen wir die britische Seite ihre Entscheidungen treffen lassen. Da gibt es heute keine neuen Erwartungen. Die sind alle schon geäußert.“

Cameron zieht aus Amtssitz aus

David Cameron, seine Frau Samantha und ihre drei Kinder verabschiedeten sich vor Downing Street 10.
David Cameron, seine Frau Samantha und ihre drei Kinder verabschiedeten sich vor Downing Street 10. Foto: dpa
 

Der neue Ex-Premierminister David Cameron sagte, Großbritannien solle der EU auch künftig „so nahe bleiben, wie wir nur können“. Wenige Stunden vor seinem offiziellen Abgang verabschiedete sich Cameron mit launigen Worten vom britischen Parlament. „Ich war einmal die Zukunft“, sagte er nach sechsjähriger Amtszeit unter großem Beifall der Abgeordneten. „Ich werde die Rufe der Menge vermissen, ich werde die Buhs der Opposition vermissen“, fügte er zum Abschluss einer überwiegend humorigen Fragestunde hinzu.

Cameron, der für den Verbleib in der EU kämpfte, gibt sein Amt wegen der schweren Niederlage beim Brexit-Referendum vom 23. Juni auf. 52 Prozent der Wähler entschieden sich damals für den Austritt aus der EU. Cameron hatte das Referendum selbst initiiert.

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erstellt am 13.Jul.2016 | 19:06 Uhr

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