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Politik

31. August 2016 | 18:00 Uhr

BKA-Ermittlungen : Terroristen und Kriegsverbrecher unter Flüchtlingen

vom

Über 200 Hinweisen ist das Bundeskriminalamt nachgegangen. In 19 Fällen wurden Ermittlungen angestellt. Anschläge gegen Asylunterkünfte sind derweil massiv gestiegen.

Wiesbaden | Das Bundeskriminalamt (BKA) ist bislang 244 Hinweisen auf mögliche Terroristen oder Kriegsverbrecher unter Flüchtlingen in Deutschland nachgegangen. In 19 Fällen würden Ermittlungen geführt, teilte das BKA am Donnerstag in Wiesbaden mit.

Trotz der stark wachsenden Zahl von Zuwanderern hätten die Ermittler insgesamt nur einen moderaten Anstieg der Fallzahlen bei Straftaten verzeichnet, die von dieser Bevölkerungsgruppe begangen wurden. Rund zwei Drittel machten Vermögens- und Fälschungsdelikte sowie Diebstahl aus, hieß es. Der Anteil der Sexualstraftaten liege bei unter einem Prozent.

Die Zahl der Anschläge gegen Flüchtlingsunterkünfte ist im Jahr 2015 dahingegen dramatisch gestiegen. Mit 173 Gewalttaten wurden mehr als sechsmal so viele Übergriffe verzeichnet wie im Vorjahr, teilte das Bundeskriminalamt mit. 2014 waren es noch 28 Gewalttaten gewesen. Besonders extrem ist die Zunahme bei den Brandstiftungen, wo die Zahl im Jahresvergleich von 6 auf 92 stieg. Seit dem 1. Januar 2016 hat das BKA weitere zehn Gewalttaten gegen Asylunterkünfte erfasst.

Die Gesamtzahl der Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte stieg um mehr als das Fünffache von 199 auf 1005. Davon wurden 901 Taten als politisch motivierte Kriminalität (PMK) dem rechten Spektrum zugeschrieben. Im gesamten Jahr 2014 waren es noch 199 Straftaten gewesen, von denen 177 als PMK-rechts gewertet wurden.

 

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erstellt am 28.Jan.2016 | 14:53 Uhr

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