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Politik

05. Dezember 2016 | 03:35 Uhr

Explosion nach dem Start : Südkorea: Nordkorea misslingt neuer Raketenstart

vom

Nordkorea testet trotz Sanktionen weiter ballistische Raketen. Allein in diesem Jahr unternahm das Land acht Startversuche, die meisten gingen schief. Dennoch sind Südkorea und die USA sehr beunruhigt.

Nordkorea ist nach Angaben Südkoreas zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage der Test einer Mittelstreckenrakete misslungen. Nordkorea habe eine ballistische Rakete nahe Kusong im Nordwesten des Landes gestartet, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul mit.

Die Rakete sei aber offensichtlich kurz nach dem Start in der Luft explodiert. Mehrere UN-Resolution verbieten dem wegen seines Atomprogramms international isolierten Regime in Pjöngjang, Tests von Raketen mit ballistischer Raketentechnik vorzunehmen.

Der Startversuch erfolgte zu einem Zeitpunkt, da im UN-Sicherheitsrat noch über neue Sanktionen gegen Pjöngjang beraten wird. Das Land hatte im September seinen fünften und bisher stärksten Atomtest unternommen. Es war der zweite Nuklearwaffentest Nordkoreas in diesem Jahr.

Bei dem jüngsten Raketenstart hatte Nordkorea nach Angaben des südkoreanischen und amerikanischen Militärs vermutlich erneut eine Musudan-Rakete testen wollen. Am vergangenen Samstag war bereits nach Angaben Südkoreas der Test einer Musudan fehlgeschlagen.

Südkorea veruteile «Nordkoreas fortwährende Provokationen», hieß es jetzt in einer Eklärung des Generalstabs der südkoreanischen Streitkräfte. Das Land sei bereit, auf weitere Provokationen durch Nordkorea zu reagieren.  

Nordkorea arbeitet an der Entwicklung von Mittelstrecken- und Langstreckenraketen, die einen atomaren Sprengkopf tragen können. Mit einer geschätzten Reichweite von 3000 bis 4000 Kilometern könnte eine Musudan theoretisch Japan und die US-Pazifikinsel Guam treffen.

In diesem Jahr hatte Nordkorea bereits den Angaben in Südkorea zufolge acht solcher Raketen getestet - nur ein Test im Juni galt jedoch als Erfolg. Die Rakete war nach einem Flug von 400 Kilometern ins Japanische Meer (Ostmeer) gestürzt.

Wenige Stunden vor dem neuen Raketenstart hatten sich in Washington die Außen- und Verteidigungsminister der USA und Südkoreas über Wege für eine wirksame Abschreckung gegen Bedrohungen durch das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm beraten. Dabei einigten sich beide Seiten auch auf einen Dialog über die US-Strategie der «erweiterten Abschreckung». Diese sieht auch den Einsatz von amerikanischen Atomwaffen für den Fall einer nuklearen Bedrohung eines verbündeten Staates vor.

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erstellt am 20.Okt.2016 | 17:29 Uhr

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