zur Navigation springen

Politik

05. Dezember 2016 | 15:41 Uhr

Auswärtiges Amt : Steinmeier wird bei Aussagen Donald Trumps „echt bange“

vom

Der Außenminister ist im US-Wahlkampf nicht neutral - und wählt erneut sehr deutliche Worte.

Berlin | Das Auswärtige Amt hat den US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump erneut scharf kritisiert. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sei der Meinung, dass einem bei den Aussagen Trumps „echt bange“ um die Entwicklung dieser Welt im Fall eines Wahlsiegs des Milliardärs werden müsse, sagte die stellvertretende Ministeriumssprecherin Sawsan Chebli am Mittwoch in Berlin. Steinmeier sei im US-Wahlkampf nicht neutral.

Dass Donald Trump so weit gekommen ist, hat viele Menschen überrascht. Doch trotz aller Kritik: Seine Chancen, Präsident zu werden, stehen gar nicht so schlecht. Die Gründe können Sie hier nachlesen.

Der Minister selbst hatte Trump in der vergangenen Woche bei einer Wahlkampfveranstaltung in Rostock als „Hassprediger“ bezeichnet. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dagegen mehrfach betont, sie wolle sich nicht in den US-Wahlkampf einmischen. Die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer bekräftigte diese Haltung am Mittwoch.

Immer für einen Scherz mit Waffen gut: Donald Trump bei einer Veranstaltung im Oktober 2015. /Archiv
Immer für einen Scherz mit Waffen gut: Donald Trump bei einer Veranstaltung im Oktober 2015. /Archiv Foto: Cristobal Herrera
 

Erst am Dienstag (Ortszeit) hatte Trump erneut mit einer Provokation für Aufsehen gesorgt: Clinton wolle den zweiten Verfassungszusatz abschaffen, in dem das Recht auf Waffenbesitz verankert ist, sagte Trump in Wilmington im südöstlichen Bundesstaat North Carolina. Als Präsidentin wäre sie dabei nicht aufzuhalten, da sie entsprechende Richter für den Obersten Gerichtshof nominieren könne, sagte er und fügte hinzu: „Da kann man nichts machen, Leute. Obwohl - (es gibt da) die Leute des Zweiten Verfassungszusatzes, vielleicht gibt es doch etwas (das man tun kann). Ich weiß es nicht.“

In Medien und sozialen Netzwerken wurde das Trump-Zitat als möglicher Aufruf zu Gewalt gegen seine Konkurrentin interpretiert. Trump wies diese Deutung später zurück.

zur Startseite

von
erstellt am 10.Aug.2016 | 15:49 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen