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Politik

10. Dezember 2016 | 10:00 Uhr

Zitate : Obama zu Demokratie, Fortschritt, Ungleichheit und Trump

vom

In seiner Rede in Athen hat der scheidende US-Präsident Barack Obama am Mittwoch die Demokratie als einzig wahre Regierungsform verteidigt und vor den Auswirkungen der Ungleichheit gewarnt. Auszüge aus seiner Rede in Zitaten:

«Ich glaube, dass es für uns praktisch ist, Demokratien zu unterstützen. (...) Denn die Geschichte zeigt uns, dass Länder mit demokratischer Führung dazu neigen, gerechter, stabiler und erfolgreicher zu sein.»

«Demokratie, wie alle menschlichen Einrichtungen, ist nicht perfekt. Sie kann langsam sein. Sie kann frustrierend sein. Sie kann schwierig sein. Sie kann chaotisch sein. Politiker sind oftmals unbeliebt, egal welcher Partei sie angehören, weil Demokratie heißt per Definition, dass man nicht immer 100 Prozent von dem bekommt, was man will. Kompromisse sind notwendig.»

«Wir kämpfen hart im Wahlkampf, in Amerika und hier in Griechenland. Aber nach den Wahlen braucht die Demokratie einen friedlichen Machtübergang. Besonders dann, wenn man nicht die Ergebnisse bekommt, die man will.»

«Der nächste US-Präsident und ich könnten unterschiedlicher nicht sein. Wir haben sehr unterschiedliche Ansichten. Aber die amerikanische Demokratie ist größer als jede Einzelperson. Und deswegen haben wir eine Tradition, dass der scheidende Präsident den neuen willkommen heißt und das habe ich letzte Woche getan - denn so muss Demokratie funktionieren.»

«Der Fortschritt folgt einem kurvenreichen Pfad - manchmal vorwärts, manchmal zurück. Aber so lange wir unseren Glauben an die Demokratie behalten, unseren Glauben an die Menschen und solange wir nicht von den zentralen Prinzipien abweichen, die eine lebendige und offene Debatte garantieren, dann wird unsere Zukunft okay sein.»

«Fortschritt ist keine Garantie. Fortschritt muss sich jede Generation verdienen.»

«Die wichtigste Rolle in einem Land ist nicht die des Präsidenten oder des Ministerpräsidenten. Die wichtigste Rolle im Land ist die des Bürgers.»

«Ungleichheit wurde früher eher toleriert, sie wird jetzt nicht mehr toleriert, weil jeder, auch in den entlegensten Regionen Afrikas, ein Smartphone hat und sehen kann, wie die Leute in London oder New York leben. (...) Ungleichheit ist die größte Gefahr für unsere Demokratien.»

«Die Welt war - insgesamt - nie wohlhabender, besser gebildet, gesünder und weniger gewalttätig als heute, auch wenn das schwer zu glauben ist, wenn wir Nachrichten schauen.»

«Die europäische Integration und die Europäische Union bleiben eine der größten politischen und wirtschaftlichen Errungenschaften in der Geschichte der Menschheit.»

«Wir müssen klarmachen, dass Regierungen dafür da sind, dem Interesse der Bürger zu dienen und nicht umgekehrt.»

Rede auf der Webseite des Weißen Hauses

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erstellt am 16.Nov.2016 | 17:03 Uhr

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