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Politik

04. Dezember 2016 | 23:29 Uhr

Angaben von Auswärtigem Amt und TUI : Nach Raketenangriff bei Antalya: Wie sicher ist ein Türkei-Urlaub?

vom
Aus der Onlineredaktion

Die Hintergründe sind noch völlig unklar. Die Behörden haben noch keine neue Bewertung der Sicherheitslage vorgenommen.

Istanbul | Nach zwei Raketenangriffen auf einen Straßenabschnitt zwischen den türkischen Touristenhochburgen Antalya und Kemer, betont das Auswärtige Amt, dass es bisher „keine Hinweise auf eine Angriffsabsicht auf ausländische oder touristische Ziele sieht“. Nach Angaben der TUI sind Gäste des hannoverschen Reiseveranstalters an der türkischen Riviera von den Angriffen nicht betroffen.

Am frühen Freitagmorgen waren auf einem Straßenabschnitt zwischen Antalya und Kemer zwei Raketen eingeschlagen, die offenbar aus den dahinter liegenden Bergen abgefeuert wurden. Nach bisherigen Angaben wurde bei den Angriffen niemand verletzt, es gab jedoch Sachschaden. Wie die „Hürriyet“ meldet, wurde ein Lagerhaus von Fischern zerstört. Möglicherweise sei ein Tankschiff im Meer Ziel des Angriffs gewesen. Der Ort des Anschlags soll Calticak gewesen sein, das eine halbe Stunde Fahrt von Antalya-Stadt entfernt an der Küste liegt.

„Für eine Einschätzung ist es derzeit noch zu früh, da die Hintergründe noch völlig unklar sind und noch keine Bewertung seitens der Behörden vorliegt“, betonte die Leiterin der TUI Presse Anja Braun gegenüber unserer Redaktion. Das Auswärtige Amt habe in seinem Reise- und Sicherheitshinweis das Ereignis zwar aufgenommen, jedoch keine neue Bewertung der Lage vorgenommen.

Braun versicherte, dass die Situation in den Urlaubsgebieten in der Türkei unverändert sei. Die TUI stehe in Kontakt mit ihrer Reiseleiterorganisation vor Ort. Urlaubern empfahl sie, sich bei Fragen an ihre Reiseleiter zu wenden.

Nach dem vereitelten Putsch im Juli wurde in der Türkei immer wieder spekuliert, dass es einen zweiten Putschversuch geben könne. Unter anderem damit war im Oktober auch die Verlängerung des Ausnahmezustandes in dem Land begründet worden. Auch die Terrororganisation TAK, eine Splittergruppe der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei, hatte in der Vergangenheit aber gedroht, Anschläge in Touristenregionen zu verüben.

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erstellt am 14.Okt.2016 | 16:06 Uhr

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