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Politik

02. Dezember 2016 | 23:25 Uhr

Im Auftrag von Kim Jong-un : Medienbericht: Zwei Funktionäre in Nordkorea hingerichtet – offenbar mit Luftabwehrraketen

vom

Exekutiert, nachdem einer beim Gespräch mit Machthaber Kim Jong Un eindöste? Medien berichten über den Tod zweier Politiker aus Nordkorea.

Pjöngjang | Zwei Politiker sind einem Medienbericht zufolge in der Militärakademie in Pjöngjang öffentlich hingerichtet worden. Demnach wurden Luftabwehrraketen eingesetzt. Die südkoreanische Zeitung „JoongAng Ilbo“ habe dies von einer  nordkoreanschen Quelle erfahren, die nicht näher genannt wird. Unklar ist, wie sicher diese Angaben sind, da Nachrichten aus Nordkorea schwer zu überprüfen sind.

Offenbar sei einer der beiden Politiker bei einem Treffen mit Diktator Kim Jong-un eingenickt. Daraufhin wurde er verhört und ihm wurde Korruption vorgeworfen. Der andere Hingerichtete soll offenbar unbequeme politische Vorschläge gemacht haben, die den Machthaber herausforderten. Die Männer sollen dem Bildungs- beziehungsweise dem Agrarministerium angehört haben.

Nordkorea ist nach Jahrzehnten kommunistischer Diktatur ein verarmter Staat, der sogar Hungersnöte kennt. An der Spitze der Demokratischen Volksrepublik Korea steht seit Ende 2011 Kim Jong Un, um den ein intensiver Personenkult betrieben wird. Bereits sein Vater Kim Jong Il und sein Großvater, der Staatsgründer Kim Il Sung, herrschten ähnlich diktatorisch über das Land.

Alle Medien in Nordkorea sind gleichgeschaltet. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes setzt die Staatsführung auf „ideologische Erziehung“ der Menschen und Abschottung gegen Ideen aus dem Ausland.  Ein UN-Bericht vom Februar 2014 warf Nordkorea schwere Menschenrechtsverletzungen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. So würden politisch missliebige Menschen gefoltert und als Arbeitssklaven in Straflagern missbraucht.

Das Instagram-Foto zeigt eine Anti-US-Demo in Pjöngjang

 

Neben der schweren Menschenrechtsverletzungen beunruhigt Nordkoreas Atomprogramm die internationale Gemeinschaft seit vielen Jahren. Das Land entwickelt Atomsprengköpfe und weit reichende Trägersysteme, wie mehrere Kernversuche und Teststarts ballistischer Raketen bezeugen. Nicht zweifelsfrei geklärt ist, ob Nordkorea tatsächlich schon über einsatzbereite Atomwaffensysteme verfügt. Wegen des Atomprogramms hat der UN-Sicherheitsrat wiederholt Sanktionen gegen Nordkorea verhängt, die das Land wirtschaftlich schwer treffen. Pjöngjang hält aber an seinem Atomkurs fest.

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erstellt am 30.Aug.2016 | 15:08 Uhr

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