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Politik

05. Dezember 2016 | 15:36 Uhr

Nachfolger-Suche für Joachim Gauck : Leser-Umfrage: Wer soll Bundespräsident werden?

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Deutschland diskutiert über die Nachfolge von Joachim Gauck – das sind die Vorschläge unserer Leser.

In der Zeitung, auf shz.de und auf Facebook hatten wir gefragt: Wer soll nächster Bundespräsident werden? Das Thema beschäftigt unsere Leser. Das Telefon stand nicht still, das E-Mail-Postfach lief voll. Der größte Teil unserer Leser war für Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD). Am zweithäufigsten wurde Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) genannt, der allerdings schon abgewunken hat. Aber auch viele weitere Namen wurden vorschlagen. Eine Auswahl:

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„Es ist ungeheuer spannend, dass immer wieder Namen genannt werden, die sich sofort wieder abmelden. Die Ausnahme ist vielleicht Steinmeier. Warum wird nicht Frau Prof. Gesine Schwan genannt. Erstens: Sie ist eine Dame. Zweitens: Sie ist sehr gebildet. Drittens: Sie ist nicht in der Politik engagiert, sondern Politikwissenschaftlerin. Sie ist zwar Mitglied der SPD. Aber das ist doch kein Grund, dass sie es nicht wird.“ Friedhelm Kuhlen, Oeversee


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„Ich finde schon sehr lange, dass Norbert Lammert der richtige Kandidat ist. Seit seiner Rede am 3. Oktober denke ich das noch stärker. Diese Rede sollte Pflichtlektüre in der Oberstufe werden. Er hat die gesamte Breite unserer heutigen und der vergangenen Zeit angesprochen und die richtigen Schlüsse daraus gezogen. Außerdem hat er Humor. Das ist auch wichtig.“ Edeltraud Cimbal, Satrup

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„Ich könnte mir Peter Harry Carstensen gut als Bundespräsidenten vorstellen. Er strahlt Ruhe und Besonnenheit aus. Ist volksnah und hat politische Erfahrung.“ Albert Cordes, Kappeln

„Es ist ja schon ein Elend! Da denke ich eine geschlagene Stunde darüber nach, welche Persönlichkeit ein neuer Bundespräsident beziehungsweise eine neue Bundespräsidentin werden könnte... und mir fallen nur Charakterköpfe aus meiner Kindheit beziehungsweise Jugendzeit ein, die sich durch Rhetorik, Empathie und vor allem eine eindeutig positionierte Meinung auszeichneten. Diese Personen sind entweder längst verstorben oder in einem sehr betagten Lebensalter. Einzig bliebe Frau Bundeskanzlerin Merkel, die nun aber bereits ein Amt bekleidet. Was nützen also Jammern und Wehklagen? Nichts! Deshalb muss man, also ich, notfalls selbst ran, wenn sich niemand finden sollte. Neben den oben genannten Grundvoraussetzungen bin ich Jahrgang 1968 und habe somit ‚die nötige Reife’.“ Tanja Alberts, Jörl

Die Publizistin und Philosophin Carolin Emcke auf der Buchmesse in Frankfurt am Main.
Die Publizistin und Philosophin Carolin Emcke auf der Buchmesse in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert
 


„Ich schlage Carolin Emcke als Bundespräsidentin vor. Eine kluge Frau, repräsentativ, macht eine gute Figur und hat eine super Auszeichnung mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels bekommen.“ Regina Maack

Außenminister Frank-Walter Steinmeier. /Archiv
Außenminister Frank-Walter Steinmeier. /Archiv Foto: Martin Schutt
 

„Mein Vorschlag: Frank-Walter Steinmeier. Er erscheint mir kompetent und modern. Ich wähle zwar die CDU, und er ist aus der SPD. Aber der Mann hat eine gute Ausstrahlung.“ Gudrun Schulz, Flensburg

EU-Parlamentspräsident Martin Schulz.
Martin Schulz. Foto: Armin Weigel
 

„Ok... Politiker zu sein, hatte wahrscheinlich noch nie das glanzvolle Ansehen eines Hollywood-Schauspielers. Auch wenn beide im Rampenlicht stehen. Aber dass Politik mal so verkommt, ist eine sehr negative Entwicklung! Ich denke, dass es leider egal ist, wer dieses Amt antritt, denn jeder wird im Sturm des Volkes untergehen! Vielleicht war Helmut Schmidt ja der letzte volksnahe Politiker oder zumindest der, der diesen Ruf noch hatte! Gleichwohl würde ich Martin Schulz gerne als Bundespräsidenten sehen. Er hat eine positive Ausstrahlung, das richtige Alter, soziale Kompetenz, ist pro Europa und nach dem Rauswurf von Synadinos für mich ein Mann der Taten!“ Sascha Troitzsch, via Facebook

Wolfgang Bosbach. /Archiv
Wolfgang Bosbach. /Archiv Foto: Jens Wolf
 

„Mein Vorschlag wäre Wolfgang Bosbach. Man sieht ihn häufig in den Talksendungen. Der sieht hübsch aus, ist immer nett und hat gute Argumente. Ich bin fast immer seiner Meinung. Er passt gut auf diese Position. Außerdem würde ich ihm gönnen, mal ein paar Jahre im Schloss zu wohnen. Margot Beitz, Neumünster

Peter Klöppel und Günther Jauch wären natürlich Traum-Kandidaten. Gerade der Klöppel mit seiner ruhigen Art ist das, was das Land braucht. Realistisch würde ich mir Frank Walter Steinmeier wünschen. Da passt das Gesamtpaket.“ Jeff Lohreit, via Facebook

Gabriele Krone-Schmalz. Foto: lok
Gabriele Krone-Schmalz. Foto: lok
 

„Ich denke an Gabriele Krone-Schmalz. Sie hat den Handelskrieg mit Russland beendet. Und als Journalistin ist sie unabhängig.“ Martin Meißner, Neumünster

„Man sollte vielleicht einen Kandidaten finden, den alle nicht mögen. Dann wären sie sich mal einig und der Friede in der Koalition wäre gesichert. Georg Hallmann, Büdelsdorf

Karl-Theodor zu Guttenberg. Für das Volk immer noch ein sympathischer Mensch.“ Rouven Orse, via Facebook

Matthias Platzeck, Ex-SPD-Chef und ehemaliger Ministerpräsident Brandenburgs, halte ich für geeignet. Der könnte das. Er steht zu seinem Wort. Ein anderer Vorschlag wäre Thomas Roth, der gerade bei den Tagesthemen aufgehört hat. Das wären meine Favoriten.“ Kurt Ketelsen,  Kappeln

Frank-Jürgen Weise.
Frank-Jürgen Weise. Foto: Kay Nietfeld
 

Frank-Jürgen Weise, Chef der Bundesagentur für Arbeit und des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf), wäre ein guter Mann. Ich kenne ihn persönlich. Sein gesamtes Verhalten und was er geschafft hat, sind vorbildlich. Außerdem geht er auch bald in Pension.“ Paul von Schiller, Rabel

Margot Käßmann.
Margot Käßmann. Foto: Julian Stratenschulte
 

„Schon seit Längerem ist für mich Margot Käßmann die richtige Kandidatin. Ich halte sie für aufrichtig, glaubwürdig, geerdet und sympathisch. Diese Frau steht mit beiden Beinen fest im Leben und könnte meines Erachtens gut das deutsche Volk repräsentieren. Jedem Politiker haftet eine gewisse Unglaubwürdigkeit an, deswegen sähe ich als Bundespräsidenten gerne eine regierungsferne Persönlichkeit.“ Jutta Knuth, Beldorf

Die ehemalige Oberbürgermeisterin von Frankfurt, Petra Roth (CDU).
Die ehemalige Oberbürgermeisterin von Frankfurt, Petra Roth (CDU). Foto: Arne Dedert
 

„Die ehemalige Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth wäre mein Vorschlag. Sie bringt alles mit, was man braucht. Sie ist zwar in der CDU und hat wahrscheinlich schlechte Chancen. Aber sie hat das Auftreten. Und warum sollte es nicht mal eine Frau werden?“ Ute Becker, Brodersby

Kai Pflaume.
Kai Pflaume. Foto: Jan Woitas
 

„Kai Pflaume, denn nur die Liebe zählt. Und die fehlt gerade. Weltweit.“ Thorsten Külper, via Facebook

Joschka Fischer 2013 während einer Podiumsdiskussion in Wroclaw. / Archiv
Joschka Fischer 2013 während einer Podiumsdiskussion in Wroclaw. / Archiv Foto: Maciej Kulczynski
 

„Ich halte Joschka Fischer für einen geeigneten Kandidaten. Er ist politikerfahren, verfügt über die nötige Kompetenz (war Außenminister) und ist gut vernetzt. Auch international hat er Anerkennung gefunden. Die Frage ist nur, ob ein solches Amt noch in seine Lebensplanung passt.“ Hans-Werner Johannsen, Tarp

Ulrich Wickert.
Ulrich Wickert. Foto: Daniel Reinhardt
 

„Mir fällt niemand, den ich kenne, ein, der so ein Amt bekleiden könnte. Wichtig finde ich so ein Amt ungemein. Ich persönlich fand, dass Herr Gauck dieses Amt sehr gut ausgeführt hat. Mit seiner ruhigen, aber direkten Art ohne private Skandale hat er mir sehr gut gefallen. Auf jeden Fall sollte der neue Bundespräsident ein ruhiges, direktes Naturell haben. Vielleicht Ulrich Wickert...wenn ich einen nennen müsste.“ Frieda Hansen, via Facebook

Sarah Wagenknecht.
Sarah Wagenknecht. Foto: Maurizio Gambarini
 

Sahra Wagenknecht. Sie sieht gut aus, hat etwas im Kopf, ist ein sozial denkender Mensch und nicht so raffgierig. Steinmeier ist ein guter Außenminister, aber er ist verbrannt. Uli Hoeneß schlage ich nicht vor. Er ist vorbestraft. Zu raffgierig. Wagenkecht hingegen hört hin, was die Leute sagen.“ Joachim Meyer, Rabel

Oliver Kahn oder Mehmet Scholl. Das wäre wenigstens lustig.“ Ricardo Forkert, via Facebook

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erstellt am 25.Okt.2016 | 19:24 Uhr

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