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Politik

03. Dezember 2016 | 22:57 Uhr

Auch türkischer Name schadet : Job-Bewerberinnen mit Kopftuch werden benachteiligt

vom

«Sandra Bauer» hat in Deutschland erheblich größere Chancen auf einen Job als «Meryem Öztürk». Das fand eine Forscherin heraus, die fast 1500 fiktive Bewerbungen an Unternehmen schickte.

Bewerberinnen mit einem türkischen Namen oder einem Kopftuch haben einer Studie zufolge schlechtere Chancen auf eine offene Stelle. Zu diesem Ergebnis kommt eine Ökonomin von der österreichischen Universität Linz.

Ihre Untersuchung erschien am Dienstag beim Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA). Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung darüber berichtet.

Die Studienautorin Doris Weichselbaumer verschickte für den Feldversuch fast 1500 fiktive Bewerbungen an Unternehmen in Deutschland und variierte dabei Namen und Foto der vermeintlichen Bewerberin.

Bewerbungen mit dem Namen «Sandra Bauer» erhielten in 18,8 Prozent der Fälle eine positive Rückmeldung - beim Namen «Meryem Öztürk» waren es - trotz gleicher Qualifikation - nur 13,5 Prozent, erklärte das IZA. Trug die fiktive türkischstämmige Bewerberin darüber hinaus auf dem Bewerbungsfoto ein Kopftuch, kamen nur 4,2 Prozent positive Rückmeldungen.

Für den Feldversuch durchforstete die Forscherin nach eigenen Angaben rund ein Jahr lang Stellenanzeigen in deutschen Städten nach Bürojobs. Jede Firma wurde nur von einer der drei fiktiven Bewerberin angeschrieben, um das Experiment nicht auffliegen zu lassen. Auf den Fotos war dabei stets - mit und ohne Kopftuch - dasselbe Model zu sehen. Explizite Angaben zur Religion enthielten die Schreiben nicht.

PM des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA)

Studie im Original (englisch)

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erstellt am 20.Sep.2016 | 14:23 Uhr

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