zur Navigation springen

Politik

09. Dezember 2016 | 03:01 Uhr

Terror in Frankreich : IS-Kreise: Angreifer von Nizza soll Terrormiliz angehört haben

vom

Bei einer Attacke mit einem Lkw auf eine Menschenmenge am französischen Nationalfeiertag sind in Nizza Dutzende Menschen getötet worden. Der 31-jährige Täter soll Mitglied des IS gewesen sein.

Nizza/Istanbul | Der Islamische Staat (IS) ist nach Angaben aus Kreisen, die der Terrormiliz nahestehen, für den Angriff in Nizza verantwortlich. Der Attentäter sei „ein Soldat des IS“ gewesen, verbreitete die der Terrormiliz nahestehende Nachrichtenagentur Amak im Internet. Die Echtheit der Erklärung ließ sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Am Donnerstag hatte der 31 Jahre alte Mohamed Lahouaiej-Bouhlel in Nizza ein Blutbad angerichtet. Der Mann mit tunesischen Wurzeln war während des Feuerwerks zum Nationalfeiertag der Franzosen mit einem Laster in die Menschenmassen gerast. Mindestens 84 Menschen starben, mehr als 200 wurden verletzt. Den Behörden war der Attentäter zunächst nicht bekannt. Es gab auch keine Hinweise darauf, dass er in Verbindung mit Islamisten steht.

Zuvor hatte Präsident François Hollande von einem terroristischen Charakter der Tat gesprochen. „Wir müssen alles tun, um die Geißel des Terrorismus zu bekämpfen“, sagte der Staatschef am Freitagmorgen in Paris. „Ganz Frankreich ist vom islamistischen Terrorismus bedroht“, sagte François Hollande. Deswegen sollten zusätzlich Soldaten und Reserven bei den Sicherheitskräften mobilisiert werden. Der seit den Anschlägen vom 13. November geltende Ausnahmezustand, den Hollande eigentlich am 26. Juli enden lassen wollte, soll um drei weitere Monate verlängert werden. Das Parlament solle darüber in der kommenden Woche entscheiden.

Die Tat hatte weltweit für Entsetzen gesorgt. Viele Staatschefs sagten Frankreich ihre volle Unterstützung zu.

zur Startseite

von
erstellt am 16.Jul.2016 | 11:36 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen