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Politik

01. Oktober 2016 | 22:38 Uhr

Nach Krankheit : Hillary Clinton ist zurück im Wahlkampf - Donald Trumps Cholesterin ist zu hoch

vom
Aus der Onlineredaktion

Hillary Clinton nutzt die Rückkehr in den Wahlkampf, um die Probleme des amerikanischen Gesundheitssystems anzuprangern. Trump ist derweil ein bisschen zu dick und macht seine Cholesterinwerte öffentlich.

Greensboro | Hillary Clinton hat ihre krankheitsbedingte Pause beendet und ist wieder in den Wahlkampf eingestiegen. Es sei ein Geschenk gewesen, mal eine Auszeit zu haben, sagte die 68-Jährige in Greensboro (North Carolina). „Selbst ich musste mir eingestehen, dass ein bisschen Ruhe wahrscheinlich mal gut tut.“ Sie habe die Zeit genutzt, um nachzudenken. „Es hat mir geholfen, mich darauf zu besinnen, worum es bei dieser Kampagne geht.“

Am 8. November 2016 wählen die Amerikaner einen neuen Präsidenten. Der Wahlkampf zwischen Hillary Clinton (Demokraten) und Donald Trump (Republikaner) ist in vollem Gange. Beide Kandidaten suchen nun nach Fehlern beim anderen. Seit der Erkrankung von Hillary Clinton am Wochenende steht vor allem die Gesundheit der Kandidaten im Fokus.

Die demokratische Präsidentschaftskandidatin nutzte den Auftritt, um die Probleme des amerikanischen Gesundheitssystems anzuprangern. Millionen Amerikaner könnten es sich nicht leisten, krankheitsbedingt nicht zur Arbeit zu gehen, sagte sie. Viele hätten zudem noch immer keine Krankenversicherung, weil es zu teuer sei.

 

Clinton hatte am Wochenende eine Gedenkfeier frühzeitig verlassen. Später wurde bekannt, dass bei ihr bereits am Freitag eine Lungenentzündung diagnostiziert worden war. Daraufhin musste sie sich Vorwürfe gefallen lassen, nicht transparent gehandelt zu haben. Das Trump-Lager nährt zudem schon seit Wochen Spekulationen, Clinton sei in Wirklichkeit schwer krank.

Die 68-Jährige veröffentlichte schließlich ein Attest ihrer Ärztin, das ihr bescheinigt, gesundheitlich fit für das Präsidentschaftsamt zu sein.

Arzt schrieb Trump-Attest in fünf Minuten

Ihr republikanischer Gegenkandidat Donald Trump gab daraufhin ebenfalls Einblick in seine Gesundheitsakte. Wenig überraschend attestiert sein langjähriger Arzt Harold Bornstein dem 70-Jährigen, in „glänzender körperlicher Verfassung“ zu sein. Er rauche nicht und trinke keinen Alkohol, habe einen leicht erhöhten Blutfettwert und sei mit 107 Kilogramm bei 1,90 Meter Körpergröße ein bisschen zu dick, heißt es in dem Brief des Arztes.

Insgesamt sei er aber völlig gesund. Er nehme ein paar Mittelchen gegen erhöhte Cholesterinwerte und vorsichtshalber eine niedrige Dosis Aspirin. Der Brief verschweigt mögliche Gesundheitsprobleme in der Vergangenheit und ist nur ein Ausschnitt aus der Gesundheitsakte.

Bornstein, eine schillernde Figur unter New Yorks Medizinern, hatte Trump in einem umstrittenen Brief bereits zuvor attestiert, der republikanische Kandidat wäre der „gesündeste Kandidat, der jemals in das Präsidentenamt gewählt werde“. Später räumte Bornstein ein, diesen Brief habe er in nur fünf Minuten geschrieben, während vor der Praxistür Trump-Vertraute warteten.

Aktuelle Umfragen: Clintons Vorsprung schmilzt

Derweil scheint sich die aktuelle Diskussion über die Gesundheit von Hillary Clinton auch auf ihre Aussichten auf das Präsidentschaftsamt auszuwirken. Während sie noch am 8. September, also vor ihrer Erkrankung, nach einer Umfrage von „ABC News“ und der „Washington Post“ acht Punkte vor Trump lag, liegt sie einer aktuellen Umfrage des US-Nachrichtensenders „Fox News“ einen Punkt hinter Trump. Demnach würden 45,0 Prozent der Befragten Clinton und 46,0 Prozent Trump wählen.

Laut „Real Clear Politics“, einem unabhängigen Portal, das den Mittelwert der wichtigsten Umfragen erhebt, liegt Clinton damit insgesamt nur 1,5 Punkte vor Trump.

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erstellt am 16.Sep.2016 | 10:26 Uhr

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