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Politik

09. Dezember 2016 | 03:01 Uhr

Nach Brexit : Großbritannien will die EU-Ratspräsidentschaft nicht

vom

2017 hätte Großbritannien die Führung der Europäischen Union übernehmen sollen. Doch dafür gibt es nun eine Absage.

London/Brüssel | Großbritannien wird die EU-Ratspräsidentschaft nicht wie geplant in der zweiten Jahreshälfte 2017 übernehmen. Das habe Premierministerin Theresa May EU-Ratspräsident Donald Tusk in einem Telefongespräch gesagt, teilte ein Regierungssprecher am Mittwoch in London mit.

Dies sei „die richtige Entscheidung, weil wir sehr mit den Austrittsverhandlungen beschäftigt sein werden“, sagte May. Tusk habe die rasche Entscheidung der britischen Premierministerin begrüßt.

Der Vorsitz im Rat der Europäischen Union rotiert im Haljahrestakt unter den EU-Mitgliedsländern. Großbritannien hätte den Vorsitz turnusmäßig im Juli 2017 übernehmen sollen. Nach dem Brexit-Votum vom 23. Juni galt das aber nur noch als schwer vorstellbar.

Treffen mit Angela Merkel

Am Abend wird Theresa May in Berlin erwartet. Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt die neue Premierministerin um 17.30 Uhr im Kanzleramt. Es ist der erste Antrittsbesuch im Ausland, den May nach ihrer Ernennung vor einer Woche absolviert. Merkel wird May mit militärischen Ehren in Berlin begrüßen. In dem anschließenden ersten gemeinsamen intensiven Gespräch soll es um die Umsetzung des Votums der Briten zum Ausstieg aus der Europäischen Union, die politische Entwicklung in der Türkei und Flüchtlingsfragen gehen.

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erstellt am 20.Jul.2016 | 10:38 Uhr

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