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Politik

11. Dezember 2016 | 05:21 Uhr

„Dr. Oz Show“ im US-Präsidentschaftswahlkampf : Gesundheit: Donald Trump lässt sich im TV untersuchen

vom

Die „Dr. Oz Show“ soll am Donnerstag ausgestrahlt werden. Doch es gibt pikante Details.

Donald Trump erfreut sich nach eigenem Bekunden allerbester Gesundheit, würde aber recht gerne 15 Pfund abnehmen. Das sagte der Präsidentschaftskandidat nach Angaben mehrerer US-Medien in der „Dr. Oz Show“ im Sender Fox, die am Mittwoch aufgezeichnet wurde und am Donnerstag gesendet werden soll.

Der Wahlkampf in den USA ist stark auf die Personen ausgerichtet. Daher wird er zwischen den Kontrahenten auch häufig persönlich ausgetragen. Wichtige Sachthemen geraten dabei in Vergessenheit und Wähler laufen Gefahr, in erster Linie nach Sympathiewerten zu stimmen.

Nach der am Wochenende bekannt gewordenen Erkrankung Hillary Clintons hatte Trump rasch „sehr, sehr detaillierte“ Angaben zu seiner Gesundheit angekündigt, die er - wie Clinton - bis dato schuldig geblieben war. Das wird für den Republikaner ganz offensichtlich weiter gelten, auch wenn der öffentliche Auftritt in einer aufgezeichneten Gesundheits-TV-Show bei vielen US-Zuschauern einen anderen Eindruck erwecken soll und wird.

Trump überreicht dem Moderator einen Bericht, der auf eine Seite passt. Detaillierte Angaben macht er keine. Scheinbare Transparenz. Es ist vielleicht etwas pikant, dass der nun überreichte Bericht von dem selben Doktor Harold Bornstein stammt, der kürzlich fröhlich zu Protokoll gab, Trump binnen fünf Minuten eine ganz hervorragende Gesundheit bescheinigt zu haben. Währenddessen habe vor der Tür eine schwarze Limousine gewartet. In Interviews mit US-Sendern machte Bornstein einen leicht wirren Eindruck. Nach Angaben von sueddeutsche.de ist zudem der Arzt Oz selbst ein Anhänger der Republikaner.

Vorab drangen einige Details zur körperlichen Verfasstheit des 70 Jahre alten Präsidentschaftskandidaten durch. Showmaster und TV-Arzt Dr. Mehmet Oz bescheinigt dem Ex-Reality-TV-Star Trump - medikamentös gesenkte - Cholesterinwerte, die so eigentlich nur ein junger Mensch haben könne.

Trump ließ wissen, er mache keinen Sport, sei aber beim Golfen so fit, dass er problemlos eine Profi-Tour durchhalten könne Angeblich hat der Kandidat einen Body-Mass-Index (BMI) von über 30. Damit wäre er laut Weltgesundheitsorganisation fettleibig, aber in den USA nicht alleine.

Eine Mitteilung der Show will aufklären, Dr. Oz habe getan, was man eben tue, wenn man einen Patienten zum ersten Mal sehe. Volle Bestandsaufnahme aller Systeme: Nerven, Kopf und Nacken, Herz und Kreislauf, Atmung, Haut, Magen und Darm sowie etwaige Krebsvorgeschichten zählten dazu. Und der Hormonspiegel, der auch.

Das wäre umfassend und detailliert. Aber es blieb sowohl unklar, ob Dr. Oz den Kandidaten selber auf Herz und Nieren testete, als auch, ob Doktor Bornstein ärztliche Hand an Trump legte. Die Gesundheit der 68-jährigen Clinton war in der Show kein Thema.

Hier hält Trump sich weiter auffallend streng zurück, nachdem er über Wochen Gerüchte über die Konkurrentin gestreut hatte. Sein Auftritt bei Dr. Oz war vor der Erkrankung der Demokratin vereinbart worden. In Teilen der Show war Ivanka Trump an des Vaters Seite. Clinton veröffentlichte unterdessen ein Attest ihrer Ärztin.

Die „Dr. Oz Show“ entstammt einer Idee von Oprah Winfrey und wurde erstmals 2009 ausgestrahlt. Die „New York Times“ beschrieb Talkmaster Oz als jemanden, der des gleichen Geistes Kind sei wie der selbstgefällige Unternehmer. Oz sei wie Trump. Nur mit Stethoskop.

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erstellt am 15.Sep.2016 | 18:16 Uhr

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