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Politik

08. Dezember 2016 | 13:07 Uhr

Bundespräsidenten-Wahl 2017 : Frank-Walter Steinmeier will ein „Mutmacher“ sein

vom

Am Mittwoch wurde Steinmeier offiziell vorgestellt. Er will sich für eine wache politische Kultur einsetzen.

Berlin | Der Koalitionskandidat für das Amt des Bundespräsidenten, Frank-Walter Steinmeier (SPD), will sich als Staatsoberhaupt für die Demokratie und den Zusammenhalt der Gesellschaft einsetzen. „Jetzt kommt es auf eine lebendige, auf eine wache politische Kultur an“, sagte der Außenminister am Mittwoch bei seiner Vorstellung durch die drei Parteichefs der großen Koalition in Berlin. „Daran will ich mit allen zusammenarbeiten über Parteigrenzen hinweg, vor allen Dingen aber auch über soziale Grenzen hinweg.“ Steinmeier warb zugleich für Zuversicht angesichts internationaler Krisen. „Ein Bundespräsident darf kein Vereinfacher sein, er muss ein Mutmacher sein.“

Am Montag haben sich auch die CDU und CSU für Frank-Walter Steinmeier (SPD) als Bundespräsidentskandidaten ausgesprochen. Wer dann Außenminister werden würde, ist noch nicht klar - als möglicher Nachfolger wird jedoch Martin Schulz gehandelt.

Das britische Votum für einen EU-Austritt, die Wahl in den USA und die Entwicklung in der Türkei seien politische Erdbeben. „Sie rütteln an uns, aber sie können uns auch wachrütteln“, sagte Steinmeier. Es gehe in Deutschland nun um eine politische Kultur, „in der wir miteinander streiten können, aber respektvoll miteinander umgehen“.

Steinmeier betonte, Deutschland könne in die unfriedlich gewordene Welt die Erfahrung einbringen, „dass aus Kriegen Frieden werden kann, aus Teilung Versöhnung und dass nach der Raserei von Nationalismus und Ideologien so etwas einkehren kann wie politische Vernunft“. Das Vertrauen in die demokratischen Institutionen sei ein wichtiges Gut.

Der SPD-Politiker sagte, es sei ihm eine große Ehre, als Kandidat vorgeschlagen zu werden. „Meine Freude auf die Aufgabe ist groß, mein Respekt davor noch größer.“

Auch für seine Ehefrau, Elke Büdenbender, würde die Wahl ihres Mannes zum Bundespräsidenten eine Umstellung bedeuten. Zu einem Porträt von ihr geht es hier.

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erstellt am 16.Nov.2016 | 14:33 Uhr

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