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Politik

10. Dezember 2016 | 08:07 Uhr

Staatspräsident in Frankreich : François Hollande: Trumps Exzesse erzeugen „Gefühl von Brechreiz“

vom

Hollande findet deutliche Worte gegenüber Trump. Hintergrund ist Trumps Angriff der Eltern eines verstorbenen Soldaten.

Frankreichs Staatspräsident François Hollande geht in ungewöhnlich deutlicher Weise auf Distanz zum republikanischen US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Hollande rügte laut französischen Medienberichten Trumps „Exzesse“, die ein „Gefühl des Brechreizes“ erzeugten.

Hollande bezeichnete Äußerungen Trumps zudem als „verletzend und demütigend“. Der französische Sozialist spielte laut Nachrichtenagentur AFP vom Dienstagabend auf die Kritik Trumps an den Eltern eines getöteten US-Soldaten muslimischen Glaubens an. Humayun Khan war 2004 im Irak durch ein Selbstmordattentat ums Leben gekommen.

In einem Interview des Senders CNN hatte der Vater Khans gesagt, er suche keineswegs die Konfrontation mit Trump: „Wir möchten nicht damit weitermachen. Das ist nicht unsere Art. Wir sind eine anständige, ehrfürchtige Familie, und sehr dankbar für die Wohltaten, die uns widerfahren sind.“ Doch Trump reagierte darauf dünnhäutig - und beleidigt: „Herr Khan, der mich nicht kennt, hat mich von der Bühne der demokratischen Convention bösartig attackiert und jetzt ist er überall im Fernsehen, um dasselbe zu tun. Nett!“, schrieb er im Kurznachrichtendienst Twitter.

Dass Khans Frau während der Rede am Donnerstag schweigend neben ihrem Mann auf der Bühne gestanden hatte, kommentierte Trump mit den Worten: „Sie hatte nichts zu sagen (...), vielleicht war es ihr nicht erlaubt, etwas zu sagen.“

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erstellt am 03.Aug.2016 | 15:05 Uhr

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