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Politik

03. Dezember 2016 | 05:47 Uhr

Türkei : Ex-Luftwaffenchef Akin Öztürk soll Putsch geplant haben

vom

Auf der Suche nach den Hintermännern des Putsches gibt es ein Geständnis. Die Frage ist, wie kam es zustande?

Istanbul | Der mutmaßliche Rädelsführer der Putschisten in der Türkei hat nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu seine Beteiligung an einem Umsturzversuch eingeräumt. Ex-Luftwaffenchef Akin Öztürkhabe in seiner Aussage bei der Staatsanwaltschaft zugegeben, mit der Absicht gehandelt zu haben, einen Putsch zu verüben, meldete Anadolu am Montag.

Unter welchen Umständen das Geständnis zustande kam, ist fraglich. Der ZDF-Korrespondent Luc Walpot ist sich sicher: „Fakt ist: Der Mann wurde während oder nach der Festnahme misshandelt“

Die Türkei ist ein wichtiger Partner für die Europäische Union. Dennoch sorgt Präsident Recep Tayyip Erdogan regelmäßig für Aufsehen, wenn er beispielsweise die Pressefreiheit weiter einschränkt oder Kritiker zu langen Haftstrafen verurteilt.  Nach dem Putsch erwägt die Türkei die Wiedereinführung der Todesstrafe. Das wäre dann sogleich das Todesurteil für die EU-Beitrittsverhandlungen.

Öztürk war nach der Niederschlagung des Putsches festgenommen worden – genau wie hundert weitere Generäle. Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen. Aus Regierungskreisen in Ankara war Öztürk als „der formale Anführer der Junta“ bezeichnet worden. Der General gehörte bis zum Putschversuch dem Obersten Militärrat an.

Als Hintermann sieht Erdogan den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen, was dieser bestreitet.

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erstellt am 18.Jul.2016 | 18:57 Uhr

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