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Politik

05. Dezember 2016 | 03:36 Uhr

Präsidentschaftswahl in den USA : Evan McMullin: Dieser Mann will in letzter Minute gegen Trump antreten

vom

Einen Präsidenten Donald Trump will der 40-jährige Evan McMullin verhindern. Wie er das schaffen könnte.

Washington | Im Wahlkampf um die US-Präsidentschaftswahl taucht ein neues Gesicht auf: Evan McMullin – wie Donald Trump Mitglied der Republikaner – will verhindern, dass der Immobilien-Milliardär Präsident wird. Der 40-Jährige kündigte an, ebenfalls für das Präsidentschaftsamt zu kandidieren.

Die Demokraten und Republikaner haben ihre Kandidaten bereits gekürt. Außer Hillary Clinton und Donald Trump können bei der Wahl am 8. November aber auch unabhängige Kandidaten antreten.

Der ehemalige CIA-Mitarbeiter Evan McMullin will für keine der etablierten Parteien antreten. Sein Beweggrund: „Donald Trump spricht die schlimmsten Ängste der Amerikaner an. Und das in einer Zeit, in der wir Einheit brauchen, nicht Spaltung“, schrieb McMullin auf seiner Homepage. Auch von der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton fühlten sich Millionen Amerikaner nicht repräsentiert, weshalb er nun selbst antrete.

Welche Chancen hat McMullin?

Ein erstzunehmender Kandidat wird McMullin wohl nicht. Er hatte bislang noch kein Wahlamt und ist den meisten Amerikanern unbekannt. Für einen Wahlkampf würde er schnell sehr viel Geld benötigen. Daneben gibt es zahlreiche bürokratische Hürden, um überhaupt noch auf die Wahlzettel der Bundesstaaten zu kommen:

  • Beispiel Texas: Hier sind 79.000 Unterschriften von Einwohnern des Bundesstaats nötig, damit ein alternativer Kandidat auf die Liste gesetzt wird. Die Unterzeichner dürfen in keiner der Vorwahlen von Republikanern und Demokraten abgestimmt haben. Der Termin für die Vorlage der Unterschriften war zudem Anfang Mai.
  • Auch in anderen großen Bundesstaaten sind die Fristen längst abgelaufen. So könnte McMullin höchstens in einigen traditionell republikanisch dominierten Bundesstaaten Trump das Spiel verderben.

Allerdings könnte McMullin Trump in Utah empfindlich schaden. Er stammt aus dem Bundesstaat und ist wie viele Einwohner Mormone. Es wird darüber spekuliert, dass eine Gruppe von Trump-Gegnern innerhalb der republikanischen Partei die Kandidatur unterstützt. Diese Gruppe wiederum hat Verbindungen zu Mitt Romney, dem gescheiterten Präsidentschaftskandidaten von 2012.

 

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erstellt am 09.Aug.2016 | 12:02 Uhr

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