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Politik

11. Dezember 2016 | 03:16 Uhr

Markus Ulbig und Jörg Michaelis : Ermittler-Pressekonferenz: Dschaber al-Bakr hatte Kontakt zum IS

vom

Das Innenministerium und das Landeskriminalamt geben neue Details zum Sprengstoff-Fund in Chemnitz bekannt.

Der nach dem Bombenfund von Chemnitz festgenommene Terrorverdächtige Dschaber al-Bakr hatte nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler Kontakte zur Terrororganisation Islamischer Staat (IS). Vorgehensweise und das Verhalten des Verdächtigen sprächen derzeit für einen „IS-Kontext“, sagte der Leiter des Landeskriminalamts Sachsen, Jörg Michaelis, am Montag in Dresden. Gemeinsam mit Sachsens Innenminister Markus Ulbig stellte er sich der Presse.

Auf viele Fragen wollten Ulbig und Michaelis wegen des laufenden Ermittlungsverfahren allerdings keine Antworten geben.

 

Ulbig sagte, dass der 22-Jährige am Nachmittag einem Haftrichter in Dresden vorgeführt wurde. Er sprach von einem „großartigen Erfolg“. Die Sicherheitsbehörden in Bund und Ländern hätten „ganz konsequent und erfolgreich“ zusammengearbeitet. Er bestätigte Angaben zu Al-Bakr. Der 22-Jährige wurde demnach am 19. Februar 2015 in München als Flüchtling registriert und einen Tag später nach Chemnitz gebracht. Im Februar 2015 habe er einen Asylantrag gestellt und später eine befristete Anerkennung auf drei Jahre erhalten.

Al-Bakr wurde am Montagmittag ins Dresdner Amtsgericht gebracht worden. Zwei SEK-Fahrzeuge und ein Bus passierten schnell die Tore des Komplexes unweit der Elbe. Dort sollte er dem Haftrichter vorgeführt werden.

Der mutmaßliche Komplize al-Bakrs, der Mieter einer Wohnung in der Chemnitzer Plattenbausiedlung Fritz Heckert, sitzt ebenfalls in U-Haft. In der Wohnung fand die Polizei Hunderte Gramm hochgefährlichen Sprengstoffs. Gegen Kalil A. wurde Haftbefehl wegen Beihilfe zur Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat (Paragraf 89a StGB) erlassen. Der 33-Jährige war am 25. November 2015 über Nordrhein Westfalen nach Deutschland eingereist. Am 29. März 2016 habe er seine Aufenthaltserlaubnis erhalten, im Juli sei er nach Chemnitz gezogen.

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erstellt am 10.Okt.2016 | 13:52 Uhr

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