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Politik

08. Dezember 2016 | 17:11 Uhr

Nächste First Lady : Elke Büdenbender: Das ist die Ehefrau von Frank-Walter Steinmeier

vom

Wird sie die neue First Lady im Schloss Bellevue? Steinmeiers Ehefrau im Porträt.

Berlin | Aller Wahrscheinlichkeit nach zieht die große Koalition mit Frank-Walter Steinmeier in die Bundespräsidentenwahl - am Montag wurde bekannt, dass der Kandidat auch auf die Unterstützung von CDU und CSU setzen kann. Doch während der amtierende Außenminister vielen bekannt ist, weiß man nur wenig über die Frau an seiner Seite – und damit die möglicherweise künftige First Lady. Wer ist Elke Büdenbender? Ein Portät.

Am Montag haben sich CDU und CSU ebenfalls für Frank-Walter Steinmeier (SPD) als Bundespräsidentskandidaten ausgesprochen. Wer dann Außenminister werden würde, ist noch nicht klar - als möglicher Nachfolger wird jedoch Martin Schulz gehandelt. 

Vielen in Erinnerung dürfte dieser berührende Liebesbeweis sein: 2010 ließ Frank-Walter Steinmeier sich eine Niere entfernen, um sie seiner schwer kranken Frau Elke Büdenbender zu spenden. Seitdem feiert das Paar den 24. August, den Tag der Transplantation, als gemeinsamen Geburtstag. „Wir sind beide froh, die Entscheidung so getroffen zu haben. Es hat uns beiden gut getan“, sagte der Außenminister, heute 60, im vergangenen Jahr.

Beruflich legt die um sechs Jahre jüngere Verwaltungsrichterin allerdings großen Wert auf ihre Eigenständigkeit. Fast nie begleitet sie ihren Mann auf Reisen, sie versteht sich nicht als seine politische Beraterin. „Frank macht seinen Job, ich mache meinen“, sagte sie einmal. Auch als mögliche First Lady in Schloss Bellevue dürfte sie sich eigene Themen für ihr Engagement suchen. „Selbstbewusst, intelligent, einfach toll“ - so beschrieb der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) die Frau seines Parteifreundes, die 1962 geboren wurde.

Seit 1988 sind Elke Büdenbender und Frank-Walter Steinmeier ein Paar, seit 1995 sind sie verheiratet.
Seit 1988 sind Elke Büdenbender und Frank-Walter Steinmeier ein Paar, seit 1995 sind sie verheiratet. Foto: Sven Simon/Imago
 

Das Paar lernte sich 1988 an der Universität in Gießen kennen. Ein Jahr nach der Hochzeit 1995 kam die gemeinsame Tochter Merit auf die Welt. Seit 1999 wohnt die Familie im gutbürgerlichen Berliner Ortsteil Zehlendorf. „Es ist die Insel der Ruhe, die ich brauche“, sagte Steinmeier einmal.

Er habe mit seiner Frau einen ähnlichen Lebensweg, schreibt er auf seine Homepage liebevoll. Zwar ist er evangelisch-reformiert und stammt aus Nordrhein-Westfalen, sie kommt aus einer katholischen Familie aus dem Siegerland. Aber bei beiden war der Vater Tischler, die Mutter berufstätig. Und beide waren das erste Kind der Familie, das sich einen Weg auf die Universität erkämpfte.

Das Paar im Jahr 2008.
Das Paar im Jahr 2008. Foto: Imago/Christian Thiel

Elke Büdenbender hatte zunächst Industriekauffrau gelernt, holte dann das Abitur nach und begann das Jurastudium. Noch während ihres Referendariats in Hannover absolvierte sie ein Praktikum bei der Deutschen Botschaft in Washington.

Außenpolitisch hatte damit zunächst sie die Nase vorn: Sie wurde Expertin für US-Politik, noch ehe bei ihrem Mann an dieses Fachgebiet zu denken war. Seit 1999 ist sie Richterin für Sozialrecht am Verwaltungsgericht Berlin. Nach ihrer Operation kehrte sie wieder in den Beruf zurück.

Sie betrachte Politik aus einer eher privaten Perspektive, gestand sie einmal. Wichtig seien ihr vor allem gute Schulen, gerechter Lohn und umweltbewußtes Verhalten. Ihr Rezept gegen Stress: Miteinander reden. „Unterstützung ist mit das Wichtigste in einer Partnerschaft.“ Auch in der Familie ist besonders sie diejenige, die auf Gesundheit und Fitness achtet. „In ihrer Freizeit liebt sie es, mit dem Mountainbike durch Berlin zu sausen, am liebsten in Jeans und Sweatshirt“, verrät ihr Mann. „Oder sie werkelt in unserem Garten in Berlin-Zehlendorf - fürs Rasenmähen bin allerdings ich zuständig.“ Bis heute hat Büdenbender ihren Mädchennamen nicht abgelegt.

Eigentlich habe sie sich vom zehnten Hochzeitstag an Steinmeier nennen wollen, erzählte sie vor Jahren. Doch dann sei er Außenminister geworden und sie habe gedacht: „Das sieht jetzt blöd aus - so, als würde ich mir fremde Lorbeeren anstecken.“ Beim Bundespräsidenten dürfte das jetzt wohl kaum anders sein.

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erstellt am 15.Nov.2016 | 12:05 Uhr

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