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Angeblich belastendes Material : Dossier über Donald Trump: Britischer Ex-Spion untergetaucht

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Der Mann soll für den Geheimdienst MI6 Anfang der 90er-Jahre in Moskau tätig gewesen sein. Er fürchtet um sein Leben.

Der ehemalige britische Geheimagent, der für ein Dossier über Donald Trump und dessen Verbindungen zu Russland verantwortlich sein soll, fürchtet Medien zufolge um sein Leben. Wie die BBC und der britische „Telegraph“ am Donnerstag berichteten, soll Christopher Steele untergetaucht sein. Am Mittwoch hatte das US-amerikanische „Wall Street Journal“ Steele als Autor eines Dossiers identifiziert, das den künftigen US-Präsidenten schwer belastet, aber keine Beweise vorlegt.

Steele erhebt in einem 35-seitigen Bericht schwere Vorwürfe gegen Donald Trump. Bisher wurde die Echtheit des Dokuments nicht bestätigt, doch wegen der politischen Bedeutung wird weltweit darüber berichtet. Trump selbst sprach bei dem Dossier von Fake News und einer politischen Hexenjagd , die auf ihn ziele.

Dem angeblichen Bericht zufolge soll der künftige US-Präsident seit Jahren von Russland unterstützt worden sein, unter anderem durch Geheimdienstaktionen. Es habe im US-Wahlkampf einen ständigen Austausch zwischen Trumps Stab und Kreml-Mitarbeitern gegeben. Dadurch habe die Wahl Hillary Clintons zur US-Präsidentin verhindern werden sollen. In dem Dossier ist auch von ein Sexvideo mit russischen Prostituierten in Moskau die Rede.

Trump selbst hatte den Inhalt des Dossiers, das am Dienstag von der Nachrichtenwebseite „BuzzFeed“ veröffentlicht wurde, als „Unsinn“ bezeichnet. „Das sind alles Falschnachrichten, es ist alles erfundenes Zeug, es ist nicht passiert“, sagte er bei seiner ersten Pressekonferenz am Mittwoch in New York. Trump sprach von „kranken Leuten“, die den Bericht geschrieben hätten. Damit wäre dann Christopher Steele gemeint.

Der soll laut „Telegraph“ am Mittwoch seine Wohnung westlich von London kurz vor Veröffentlichung seines Namens verlassen haben. Seinem Nachbarn soll er gesagt haben, er sei „für ein paar Tage“ weg und gebeten haben, der Mann solle sich um seine Katze kümmern.

Steele war Medienberichten zufolge Anfang der 90er Jahre für den britischen Geheimdienst MI6 als Agent in Moskau tätig und betreibt inzwischen eine private Agentur in London. Er soll mithilfe seiner Kontakte nach Russland die Informationen in dem Dossier zusammengetragen haben. Steele habe Journalisten in den vergangenen Monaten wiederholt über Details aus dem Dossier informiert, heißt es im „Telegraph“. Er gelte in Geheimdienstkreisen als „außerordentlich hoch angesehen“, berichtete die BBC.

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erstellt am 12.Jan.2017 | 16:06 Uhr

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