zur Navigation springen

Politik

10. Dezember 2016 | 08:00 Uhr

Neuer US-Präsident : Donald Trump will bis zu drei Millionen Migranten ausweisen

vom

Trump kündigte in einem Fernsehinterview an: „Wir schaffen sie außer Landes, oder wir sperren sie ein“.

Washington | Der gewählte US-Präsident Donald Trump will bis zu drei Millionen Menschen ohne gültige Dokumente ausweisen. Dies seien Kriminelle, Drogendealer und Bandenmitglieder, sagte Trump am Sonntag in seinem ersten Fernsehinterview nach seiner Wahl dem Sender CBS. „Wir schaffen sie außer Landes, oder wir sperren sie ein.“

Donald Trump wurde am Dienstag zum neuen US-Präsidenten gewählt. Er hatte sich gegen die demokratische Kontrahentin Hillary Clinton durchgesetzt. Im Wahlkampf hatte er bereits ordentlich Stimmung gegen Zugewanderte gemacht. Er will auch eine Mauer zum Nachbarland Mexiko bauen, um die illegale Migration von dort einzudämmen. Insgesamt halten sich in den USA nach Schätzungen elf Millionen illegal auf.

Nachdem die Grenze wieder sicher sei und sich alles normalisiert habe, werde eine Entscheidung getroffen, was mit anderen Menschen ohne gültige Dokumente geschehe, sagte Trump, ohne Mexiko direkt zu erwähnen. Er sprach in diesem Zusammenhang von „wunderbaren Menschen“.

Trump hält mit Abstrichen auch an seinem umstrittenen Mauerbau an der Grenze zu Mexiko fest. Auf die Frage, ob er wirklich eine Mauer bauen wolle, antwortete Trump: „Ja“. Der Immobilienmilliardär fügte hinzu: „In gewissen Bereichen ist eine Mauer mehr angebracht. Ich kenne mich damit sehr gut aus, es heißt Bau.“ In einigen Gebieten könnte es „etwas Einzäunung“ geben.

Der republikanische US-Spitzenpolitiker Paul Ryan hatte zuvor versichert, dass die künftige Regierung unter Donald Trump zum Wohl aller Amerikaner arbeiten werde. Niemand müsse nach Trumps Wahlsieg Angst haben, „ich hasse einen solchen Gedanken“, sagte der Vorsitzende des Abgeordnetenhauses am Sonntag dem Sender CNN. Amerika sei immer ein Land der Integration gewesen, „und es wird es immer sein“.

Die Menschen im Land, die sich über Trumps Kurs sorgten, „sollten sich entspannen“. Ryan bekräftigte, dass die Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama rückgängig gemacht werde. Eine geplante Neuregelung werde aber auch Maßnahmen einschließen, die in „Obamacare“ enthalten seien. Das sei aber kein neuer Beschluss, sondern von vornherein so vorgesehen gewesen.

zur Startseite

von
erstellt am 13.Nov.2016 | 17:43 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen