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Politik

07. Dezember 2016 | 19:16 Uhr

Triathlon in Hamburg : Deutsche Triathleten wollen bei WM-Heimrennen Olympia-Frust abbauen

vom

Nur eine deutsche Triathletin darf zu den Olympischen Spielen nach Rio fahren. Sieben Sportler waren vorgeschlagen.

Hamburg | Nach den enttäuschend wenigen Olympia-Nominierungen durch den Deutschen Olympischen Sportbund wollten die deutschen Triathleten beim WM-Heimrennen in Hamburg Frust abbauen. „Man kann jetzt nicht nur noch schlechte Laune haben“, sagte Cheftrainer Ralf Ebli. „Wir wollen am Wochenende zeigen, was wir können und werden alles geben.“

Die Deutsche Triathlon Union hatte dem DOSB zwei Männer und fünf Frauen für Rio vorgeschlagen und gehofft, dass alle fünf Quotenplätze bei Olympia besetzt würden. Am Ende entschied sich der DOSB am Dienstag nur für Anne Haug, die auch als einzige die Qualifikations-Kriterien erfüllt hatte. Die 33-Jährige wird indes am Wochenende nicht am Start sein. Die Gewinnerin des Hamburg-Triathlons von 2013 bereitet sich im Trainingslager in St. Moritz auf Rio vor.

Laura Lindemann.  
Laura Lindemann.   Foto: Daniel Reinhardt
 

Somit steht am Samstag (16.45 Uhr) beim Frauen-Rennen in der Alster und rundum den Rathausmarkt aus deutscher Sicht die zweimalige Junioren-Weltmeisterin Laura Lindemann im Fokus. Daneben wurden Rebecca Robisch, Sophia Saller, Hanna Philippin und die erst 17-jährigen Lena Meißner und Lisa Tertsch nominiert. In der Männer-Konkurrenz (18.45 Uhr) starten Gregor Buchholz, Jonathan Zipf, der deutsche Meister Justus Nieschlag, Maximilian Schwetz und Junioren-Europameister Lasse Lührs.

Gwen Jorgensen.
Gwen Jorgensen. Foto: Tannen Maury
 

Die Siegchancen für die deutschen Teilnehmer bei den Rennen über die Sprintdistanz von 750 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und 5 Kilometern Laufen sind eher gering. Favoritin ist Weltmeisterin Gwen Jorgensen. Die US-Amerikanerin gewann 2014 und 2015 in Hamburg.

Mario Mola (r.) gehört bei den Läufern zu den Favoriten.
Mario Mola (r.) gehört bei den Läufern zu den Favoriten. Foto: Tannen Maury
 

Bei den Männern (18.45 Uhr) werden der WM-Führende Fernando Alarza und vor allem sein spanischen Landsmann Mario Mola hoch eingeschätzt.

Ein Teil der Weltelite nutzt das Rennen in Hamburg als letzten Formtest fünf Wochen vor den olympischen Rennen in Rio. Andere Stars wie der britische Olympiasieger Alistair Brownlee und sein Bruder Jonathan mochten ihre Vorbereitung nicht unterbrechen. Bei den Frauen steht neben Haug auch die WM-Spitzenreiterin Flora Duffy von den Bermudas nicht auf der Starterliste.

Hamburg ist das siebte von neun Saisonrennen der World Triathlon Series. Mit etwa 10.500 Teilnehmern und über 250.000 Zuschauern ist die Veranstaltung nach Angaben der Organisatoren die weltgrößte im Triathlonsport.

Zum Abschluss wird am Sonntag zum vierten Mal in Hamburg der Titel in der Mixed-Staffel vergeben. Ein deutsches Quartett unter anderem mit Jan Frodeno und Anne Haug triumphierte vor drei Jahren. Der Wettbewerb soll nach den Wünschen des Weltverbandes ITU 2020 olympisch werden.

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erstellt am 16.Jul.2016 | 13:12 Uhr

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