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Politik

26. Juli 2016 | 18:00 Uhr

Repräsentative Umfrage : Deutsche fordern Obergrenze für Flüchtlinge

vom

Angesichts des Zustroms von Hunderttausenden Flüchtlingen ist ein wachsender Teil der Bevölkerung skeptisch. Die meisten Menschen fordern eine Obergrenze von 200.000 Flüchtlingen pro Jahr.

Hamburg | Eine Mehrheit (52 Prozent) der Deutschen ist einer Umfrage zufolge davon überzeugt, dass für eine erfolgreiche Integration der Flüchtlinge der Zustrom begrenzt werden muss. Nur 15 Prozent der Befragten glauben, dass die Integration auch dann gelingen wird, wenn weiterhin so viele Menschen nach Deutschland kommen wie bisher. Das ist das Ergebnis einer am Montag veröffentlichten Befragung von 1025 Wahlberechtigten durch Infratest dimap im Auftrag der NDR-Sendung „Panorama“.

Die Mehrheit der Bevölkerung steht der unbegrenzten Aufnahme von Flüchtlingen skeptisch gegenüber: Nur elf Prozent sind weiterhin gegen die Einführung einer Obergrenze. Eine Mehrheit der Befragten (38 Prozent) hat sich für eine Aufnahmegrenze von 200.000 Flüchtlingen pro Jahr ausgesprochen. Lediglich 21 Prozent haben für einen generellen Aufnahmestopp in Deutschland gestimmt.

Viele Deutsche sind der Umfrage zufolge besorgt: Die größten Ängste der Bürger betreffen die Verschuldung des Haushalts (77 Prozent) sowie die steigende Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt (71 Prozent). Eine Zunahme von Straftaten befürchten 62 Prozent der Befragten.

Weitere Sorgen betreffen die hohen Kosten für die Flüchtlingsversorgung (58 Prozent), den steigenden Einfluss des Islams (57 Prozent) und die Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt (45 Prozent). Einzig bei der Frage, ob der Wohlstand in Deutschland durch die Aufnahme von Flüchtlingen bedroht sei, sind die meisten Deutschen unbesorgt - 61 Prozent antworten hier mit nein.

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erstellt am 29.Feb.2016 | 18:27 Uhr

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