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Politik

25. März 2017 | 18:32 Uhr

Kommentar : CDU-Entscheidung für Steinmeier: Ein kluges Votum

vom

In Zeiten massiver Krisen ist der amtierende Außenminister eine gute Wahl, kommentiert Beate Tenfelde.

Endlich Klarheit! Länger hätte die Suche nach einem neuen Staatsoberhaupt für Deutschland nicht dauern dürfen. Das Amt des Bundespräsidenten drohte Schaden zu nehmen durch kleingeistige Personaldebatten. Jetzt aber setzte die CDU-Spitze durch ihr Votum für den Sozialdemokraten Frank-Walter Steinmeier ein starkes Zeichen. Schwarz-Rot bewies Handlungsfähigkeit und Augenmaß: In Zeiten schwindender Gewissheiten und massiver Krisen rund um den Globus ist der erfahrene und allseits geschätzte Außenminister als Staatsoberhaupt eine gute Wahl.

Die CDU hat klug gehandelt, unterstützt von der CSU nicht auf einen eigenen Kandidaten zu beharren. Nach der Absage des Schwergewichts Norbert Lammert, der gewiss ein sehr guter Präsident gewesen wäre, hatte die Union offenkundigen Mangel an überzeugenden Kandidaten. Manchmal ist eben die naheliegende Lösung die beste – das ist im Fall Steinmeier so. Er wird sich als zuverlässiger, kenntnisreicher und auch eloquenter Präsident erweisen – die Gunst der Bundesbürger hat Steinmeier ohnehin in hohem Maß.

Vor diesem Hintergrund wäre es ein fataler Fehler gewesen, wenn CDU-Chefin Angela Merkel am Ende doch noch einen schwarz-grünen Kandidaten – zuletzt kursierte wieder der Name des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann – benannt hätte, um so die Signale auf Schwarz-Grün nach der Bundestagswahl 2017 im Bund zu stellen. Die Grünen sind auf ihrem Parteitag wieder in alte Verhaltensmuster zurückgefallen und haben mit dem Schwenk nach links die Weichen in die andere Richtung gestellt. Der erste Verlierer dieser Entscheidung war Kretschmann.

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erstellt am 14.Nov.2016 | 11:24 Uhr

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