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Politik

02. Dezember 2016 | 21:13 Uhr

Paralympics in Rio de Janeiro 2016 : Buh-Rufe, ein Roboter-Tanz und ein Sturz: So lief die Eröffnungsfeier

vom
Aus der Onlineredaktion

Lauter, bunter und mit viel Rhytmus wurden in Rio die Paralympics eröffnet. Für einen Eklat sorgte Weißrussland.

Rio de Janeiro | Die XV. Paralympics sind eröffnet. Brasiliens Staatspräsident Michel Temer sprach am Mittwoch um 21.08 Uhr Ortszeit in Rio de Janeiro die Eröffnungsformel für die ersten Weltspiele der Behindertensportler in Südamerika. Dabei wurde er von den Zuschauern ausgebuht. Bei strömendem Regen entzündete Schwimmer Clodoaldo Silva das Paralympische Feuer.

 

Die deutsche Mannschaft wurde von Leichtathlet Markus Rehm als Fahnenträger ins Maracana-Stadion geführt. Insgesamt starten 155 deutsche Sportler in Rio, von denen die Zwillinge Carmen und Ramona Brussig an diesem Donnerstag im Judo die ersten Gold-Chancen haben. Als letzte der offiziell 160 teilnehmenden Mannschaften kam Gastgeber Brasilien unter frenetischem Jubel ins voll besetzte Stadion.

<p>Der deutsche Fahnenträger Markus Rehm führt die deutsche Mannschaft in das Maracana Stadion.</p>

Der deutsche Fahnenträger Markus Rehm führt die deutsche Mannschaft in das Maracana Stadion.

Foto: dpa
 

Auf der Ehrentribüne fehlte Thomas Bach. Der deutsche Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hatte seine Teilnahme wegen der Trauerfeier für den früheren Bundespräsidenten Walter Scheel abgesagt. Das Portal „O Globo“ berichtete jedoch, dass Bach in Brasilien im Zusammenhang mit den olympischen Ticket-Skandal als Zeuge vernommen werden soll.

<p>Bunter, rhytmischer und lauter - so präsentierte sich Rio bei der Eröffnung der Paralypics. </p>

Bunter, rhytmischer und lauter - so präsentierte sich Rio bei der Eröffnung der Paralypics.

Foto: dpa
 

Die Eröffnungsfeier war im Vergleich zu der der Olympischen Spiele einen Monat zuvor bunter, kraftvoller, rhythmischer und verbreitete mit Samba-Klängen und Strandanimationen Partystimmung. Höhepunkte waren der Rampensprung des Rollstuhl-Artisten Aaron „Wheelz“ Fotheringham zum Auftakt und die berührende Klavier-Interpretation der brasilianischen Hymne durch João Carlos Martins beim Hissen der Flagge.

 

Spektakulär war auch der Tanz der beidseitig Unterschenkel amputierten Snowboarderin Amy Purdy mit einem Roboter.

 

Für eine Schrecksekunde sorgte die ehemalige Leichtathletin Marcia Malsar als sie beim Tragen der Paralympischen Fackel stürzte. Vor den Augen tausender Menschen im Maracana-Stadion halfen der früheren 200-Meter-Sprinterin Freiwillige wieder auf die Beine. Unter riesigem Beifall absolvierte Marcia Malsar danach tapfer ihre Etappe bis zu Ende und übergab die Fackel an Adria Rocha dos Santos. Marcia Malsar, die an Bewegungsstörungen leidet, hatte 1984 in New York die erste Goldmedaille für Brasilien bei Paralympics gewonnen.

 

Für einen Eklat sorgte derweil die Delegation Weißrusslands. Wegen des Komplett-Ausschlusses Russlands von den Paralympics trug die weißrussische Mannschaft beim Einmarsch demonstrativ eine russische Flagge ins Stadion. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) zog die Fahne ein.

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erstellt am 08.Sep.2016 | 07:37 Uhr

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