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Politik

09. Dezember 2016 | 03:11 Uhr

Explosionen in Urlaubsorten : Bomben in Thailand: Was Reisende jetzt wissen müssen

vom

Die Anschläge verunsichern viele, die eine Reise nach Thailand geplant haben. Die wichtigsten Informationen in der Übersicht.

Bangkok | Sprengsätze sind in thailändischen Touristenhochburgen explodiert. Betroffen sind unter anderem der Badeort Hua Hin und die beliebte Ferieninsel Phuket. Das verunsichert viele, die eine Reise dorthin gebucht haben. Das Auswärtige Amt hat bislang aber keine Reisewarnung für das Land herausgegeben. Das bedeutet: Pauschalurlauber, die ihre geplante Reise stornieren oder umbuchen möchten, sind auf die Kulanz des Veranstalters angewiesen, erklärt der Reiserechtler Paul Degott aus Hannover. Angst und Sorge allein sind kein Grund für eine kostenlose Kündigung.

Wie unter anderem Spiegel Online berichtet, biete der größte deutsche Reisekonzern Tui bis Montag kostenlose Umbuchungen und Stornierungen an. Tui habe zudem alle Ausflüge am Freitag in Thailand abgesagt.

Veranstalter um eine Einschätzung bitten

Paul Degott rät Pauschaltouristen, auf Veranstalter zuzugehen und diese um eine Einschätzung zu bitten, ob die Reise sicher durchzuführen sei. Fragen an den Veranstalter sollten unter anderem sein: Werden weitere Bombenanschläge erwartet? Gibt es Ausgangssperren am Urlaubsort? Patrouilliert die Polizei in den Touristengebieten? „Wenn sich alle Informationen dahingehend verdichten, dass eine Reise nicht mehr sicher durchzuführen ist, sollte man kündigen.“ Wichtig sei auch, wie das Auswärtige Amt sich in nächster Zeit zu Reisen nach Thailand äußert.

Informationen des Auswärtigen Amts verfolgen

Die Behörde rät wie schon vor den Anschlägen lediglich weiterhin dringend davon ab, in manche Landesteile an der Grenze zu Malaysia und zu Kambodscha zu reisen. Allerdings empfiehlt das Amt seit dem Morgen nach den Anschlägen Reisenden, vor Ort nun äußerste Vorsicht walten zu lassen.

 

Weitere Anschläge könnten nicht ausgeschlossen werden, heißt es im Sicherheitshinweis der Behörde. Urlauber sollten öffentliche Plätze und Ansammlungen meiden, die Medien aufmerksam verfolgen und den Anordnungen der örtlichen Sicherheitskräfte und Behörden unbedingt Folge leisten.

In Thailand beginnt die Hauptreisezeit vornehmlich im Herbst. Wer plant, dann in das Land zu fahren, sollte ebenfalls die Informationen in den nächsten Wochen und Monaten verfolgen, erklärt Degott. „Und man sollte im Kontakt mit dem Veranstalter bleiben, denn er ist verpflichtet, die Lage in dem Land im Blick zu behalten.“

Das müssen Individualtouristen beachten

Thailand ist Reiseziel vieler Individualtouristen, die nur Flüge buchen und keinen Reiseveranstalter haben. Ihnen hilft auch keine Reiseversicherung, wollen sie von ihrem Flug zurücktreten. Denn alle Versicherer schließen so einen Fall in den Klauseln aus, erklärt Degott. Für Reiserücktritt oder Reiseabbruch zählten nur persönliche Ereignisse wie eine schwere Erkrankung.

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erstellt am 12.Aug.2016 | 11:58 Uhr

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